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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-09-01 - 2021-02-28

Städte sind mit einer immer rascheren Veränderung ihrer Bevölkerung, deren Bedürfnisse und den damit verbundenen Anforderungen an die Stadt konfrontiert. Soziale Veränderungsprozesse und die globale Tendenz zur Urbanisierung, sowie der aktuelle Migrationsdruck auf europäische Städte stellen diese zunehmend vor große Herausforderungen, auf die Veränderungsprozesse in der Stadtplanung zu reagieren. Genderaspekte werden zwar in einigen Städten als wichtig erachtet, bleiben jedoch in der Planungspraxis aufgrund der zahlreichen anderen Themen und des zeitlichen und finanziellen Aufwands in der Raumforschung oft unberücksichtigt. Das Projekt entwickelt dafür Lösungsansätze. Viele Themen wie demografischer Wandel, Verdichtung, Versorgung mit (grüner) Infrastruktur benöti-gen eine intensive und differenzierte Auseinandersetzung mit den Anforderungen der unter-schiedlichen Gruppen sowie der Ableitung von Maßnahmen für eine gendergerechte Stadtpla-nung. Dabei wird im Projekt berücksichtigt, dass das Geschlecht immer mit anderen Merkmalen (z.B. Alter, Herkunft, Bildung und Beruf, Religion etc.) überlagert wird (Intersektionalität). Daher wird im Projekt ein erweiterter Gender-Begriff (Gender+) verwendet. Traditionelle planerische Instrumente wie örtliche Entwicklungskonzepte haben aufgrund ihrer langen Überarbeitungszeit-räume Schwierigkeiten mit den raschen Veränderungen umzugehen und die Ziele und Maß-nahmen abzustimmen. Digitale Planungs-Tools zur Analyse der sozialräumlichen Strukturen und zur Simulation von Maßnahmen und deren Effekte werden zunehmend in der Analyse und Planung eingesetzt. Diesen Instrumenten fehlt derzeit meist eine Integration von geschlechts- und gruppenspezifischen Aspekten. In “SmartThroughGender+” sollen genau diese Gender+ Aspekte in ein Tool-Set zur Unterstützung der Stadtplanung integriert werden. Übergeordnetes Ziel des Projekts ist ein Proof of Concept dieses Tool-Sets bestehend aus (quantitativen) digita-len Analyse- und Simulations-Tools sowie (qualitativen) Instrumenten aus der Stadt- und Land-schaftsplanung unter Berücksichtigung Gender+-spezifischer Anforderungen. Anhand einer Fallstudie in der Stadt Linz wird geprüft, wie und ob mit den üblicherweise vorhandenen und verfügbaren Daten, Indikatoren und Merkmale entwickelt werden können, die ein (teilstandardi-siertes) ,rapid assessment‘ sozialer und räumlicher Strukturen unter Berücksichtigung des Gender+ Ansatzes ermöglichen. Damit sollen Anforderungen und Handlungsräume identifiziert werden. Zur Validierung, Prüfung und Präzisierung der quantitativen Ergebnisse auf Gesamt-stadt- und Stadtteilebene eine qualitative Analyse nachgeschaltet, in der partizipativ die Aussa-gen geprüft und Maßnahmenvorschläge ausgearbeitet werden (Kombination Bottom-up und Top-down). Erwartetes Ergebnis des Projekts ist ein ‚Proof of Concept‘ für ein Tool-Set mit einer ‚Rapid-Assessment-Tool-Box‘ zur sozialen und räumlichen Analyse, sowie der Simulation von Maßnahmen und Effekte auf unterschiedliche Bevölkerungsgruppen und unterschiedlichen räumlichen Auflösungen. Ergänzt wird das Tool (Tool-Set) auf Gegesamtstadtebene durch Tools zur vertiefenden Analyse auf Stadtteilebene für die Entwicklung zielgerichteter Maßnahmen unter Berücksichtigung geschlechts-, alters- und gruppenspezifischer Anforderungen. Das “SmartThroughGender+ Tool-Set” unterstützt insbesondere kleinere und mittlere Städte in der Umsetzung einer Gender+ gerechten Stadtplanung.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2015-03-01 - 2016-11-30

In einer Verlängerung unseres laufenden Projektes “Robust Risk Estimation” im direkten Anschluss um ein Jahr konzentrieren wir uns auf multivariate Aspekte und die Dynamik von Extremereignissen, was bislang noch nicht so detailliert getan wurde. In jeder unserer Referenzanwendungen, also bei den finanziellen Risiken einer Bank, im Gesundheitsmanagement bei den Krankenhausliegezeiten und damit assoziierten Kosten und in der Hydrologie bei den Abflusszeitreihen gibt es jeweils Fragestellungen, bei denen diese Aspekte nicht ignoriert werden können, sondern vielmehr explizit berücksichtigt werden müssen. Angesichts der dünnen Datengrundlage, die hierfür zur Verfügung steht, wird Modellmissspezifikation in den jeweiligen Anwendungen zu einem zentralen Thema. Dem begegnen wir zu einem gewissen Grad, indem wir vorschlagen, unsere robusten Verfahren mit Techniken des ”Robust-Likelihood-Ansatzes” dahingehend zu erweitern, dass sie sich geringen bis moderaten Modellabweichungen anpassen können. Dies setzt unsere erfolgreiche Arbeit an den theoretischen Grundlagen, sowie an der Entwicklung und Anwendung von robuste(n) Verfahren zum Risikomanagement in komplexen Systemen angesichts von Extremereignissen fort. Insbesondere erweitert es den Anwendungsbereich unserer im laufenden Projekt erstellten Software-Infrastruktur in R, die u.a. auch einen Satz mächtiger Diagnosewerkzeuge zur Erfassung des individuellen Einflusses einzelner Beobachtungen und deren ”Outlyingness” bereitstellt.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-06-01 - 2019-11-30

Das Projekt entwickelt einen Austrian Data Cube (ADC) zur effizienten Speicherung, Verwaltung, Analyse und Weiterverarbeitung von Copernicus Sentinel-1 (Mikrowellen) und Sentinel-2 Daten (optische Sensoren) in einer homogenisierten Projektion. Die Homogenisierung betrifft dabei sowohl die räumliche Dimension als auch die zeitliche Auflösung. Erstmals werden dabei Sensoren verschiedener Bereiche des elektromagnetischen Spektrum gemeinsam behandelt. Dadurch wird es sowohl wissenschaftlichen, administrativen als auch kommerziellen Nutzern ermöglicht, Analysen gezielter und einfacher durchzuführen. Die Anwendungen sind sehr vielfältig und umfassen u.a. Detektion von Stresssituationen, Erfassung von Landnutzung und Landbedeckung, Dürremonitoring, Monitoring von Bodenfeuchte etc.

Betreute Hochschulschriften