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Universität für
Bodenkultur Wien

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offene Diplomarbeitsthemen | laufende Diplomarbeiten | abgeschlossene Diplomarbeiten

Offene Diplomarbeitsthemen

Als Voraussetzung für die folgenden Diplomarbeiten müssen die einschlägigen Lehrveranstaltungen (i.a. Fernerkundung und Bilddatenverarbeitung) erfolgreich absolviert worden sein oder die entsprechenden Kenntnisse auf andere Art nachgewiesen werden.
Die Diplomarbeiten sind dann in jeweils 6 Monaten auszuführen und abzuschließen.

Kartierung von landwirtschaftlichen Kulturen mit Hyperspektralfernerkundung

Die Möglichkeiten der Identifizierung und Kartierung von landwirtschaftlichen Kulturen auf Hyperspektral-Fernerkundungsbildern sind zu untersuchen. Als Datensätze stehen aktuelle vom Flugzeug aus aufgenommene Hymap-Bilddaten (126 Spektralkanäle) sowie vom Satelliten aus aufgenommene  Hyperion-Bilddaten (220 Spektralkanäle) vom Marchfeld zur Verfügung.

Studienrichtungen: Kulturtechnik, Landschaftsplanung, Landwirtschaft
Auskünfte: Univ.-Prof. Dr. Werner Schneider

Kartierung von Waldbeständen mit Hyperspektralfernerkundung

Die Möglichkeiten der Kartierung von Waldbeständen und der Ermittlung forstlicher Parameter (Baumartzusammensetzung, Alter usw.) aus Hyperspektral-Fernerkundungsbildern sind zu untersuchen. Als Datensätze stehen aktuelle vom Flugzeug aus aufgenommene Hymap-Bilddaten vom Lehrforst der Universität für Bodenkultur zur Verfügung.

Studienrichtung: Forstwirtschaft
Auskünfte: Univ.-Prof. Dr. Werner Schneider

Kartierung von Drogenanbauflächen (u.a. mit Hyperspektral-Fernerkundung)

Das Institut für Vermessung, Fernerkundung und Landinformation hat ein Arbeitsübereinkommen mit der UNO-Behörde für Drogen und Kriminalität, um die Möglichkeiten der Verbesserung der technischen Methoden des Einsatzes von Satellitenbildern für die Kartierung von Drogenanbaugebieten in Schwerpunktgebieten (Südamerika, Asien) zu untersuchen. In diesem Zusammenhang gibt es Möglichkeiten für die Durchführung von Diplomarbeiten.

Studienrichtungen: Kulturtechnik, Landschaftsplanung
Auskünfte: Univ.-Prof. Dr. Werner Schneider

Untersuchungen zur Richtungsabhängigkeit der Reflexion von landwirtschaftlichen Kulturen

Für die Analyse von Satellitenbildern gewinnt die Berücksichtigung und Ausnützung der Richtungsabhängigkeit der Reflexion von Vegetationsbeständen immer mehr an Bedeutung: In verstärktem Maße werden einerseits Sensoren mit steuerbarer Blickrichtung, anderseits aber auch Sensoren mit großem Öffnungswinkel und dementsprechend variierender Blickrichtung eingesetzt. Am Institut für Vermessung, Fernerkundung und Landinformation wurden mit innovativen terrestrischen Messsystemen wertvolle Datensätze zur richtungsabhängigen Reflexion von Weizenpflanzungen und Maispflanzungen gewonnen, die im Rahmen dieser Diplomarbeit analysiert und mit Fernerkundungsbilddaten in Beziehung gesetzt werden sollen.

Studienrichtungen: Kulturtechnik, Landschaftsplanung, Landwirtschaft
Auskünfte: Univ.-Prof. Dr. Werner Schneider

Landbedeckungskartierung durch Fernerkundung

Neue Methoden der Landbedeckungskartierung aus Satellitenbildern sollen in diversen österreichischen Landschaften angewendet und evaluiert werden.

Studienrichtungen: Studienrichtungen: Kulturtechnik, Landschaftsplanung, Forstwirtschaft
Auskünfte: Univ.-Prof. Dr. Werner Schneider

Kartierung von Waldentwicklungsphasen aus digitalen Luftbildern

Das Modell der Waldentwicklungsphasen beschreibt die Entwicklung des naturnahen Waldes und ist Grundlage für die Bewertung seiner Schutzwirksamkeit in steilem Gelände. In dieser Diplomarbeit sollen Methoden der visuellen Interpretation und der automatisierten Auswertung von digitalen Luftbildern zur quantitativen Beschreibung der Bestandesstruktur als Basis für die Einschätzung der gegenwärtigen und zukünftigen Schutzwirksamkeit untersucht und an praktischen Beispielen erprobt werden.

Studienrichtung: Forstwirtschaft
Auskünfte: Univ.-Prof. Dr. Werner Schneider

Ausaperungskartierung aus Satellitenbildern für das Wildtiermanagement

Studienrichtung: Forstwirtschaft, Landschaftsplanung, UBRM oder Kulturtechnik
Auskünfte: Univ.-Prof. Dr. Werner Schneider



Laufende Diplomarbeiten

 


Christoph ADELMANN

Aktualisierung von CORINE-Landnutzungskarten mit multisaisonalen Satellitenbildern

Zusammenfassung: Ziel ist die Weiterentwicklung einer Methodik für die Aktualisierung von CORINE-Landbedeckungskarten aus multisaisonalen (damit Unterscheidungsmöglichkeit von Acker und Grünland!) Satellitenbildern vom Typ ASTER durch kNN-Klassifizierung. Dabei soll insbesondere die Wirkungsweise der automatischen Outlier-Suche analysiert und eventuell weiterentwickelt werden.
Die Methode ist am Beispiel der Herstellung einer Landbedeckungskarte im Grenzbereich Niederösterreich/Oberösterreich zu demonstrieren und zu verifizieren.



Markus HÖNEGGER
Studienrichtung Forstwirtschaft

"Natürlich gekrümmtes Holz" 3D-Vermessung und Geocodierung der Standorte von gebogen gewachsenen Stamm- und Astabschnitten

  • Bestandsaufnahmen in Beispielbeständen zur Erfassung der Häufigkeit von Säbelwuchs (und anderen gekrümmten Wuchsformen).
  • 3D-Vermessung gebogener Baumstämme mit bereits in anderen Bereichen etablierten fotogrammetrischen Methoden.
  • Dokumentation der Hölzer und Geocodierung der Standorte.
  • Erstellung eines Logistikkonzeptes zur Bereitstellung gebogenen Hölzer unter Verwendung von Geografischen Informationssystemen (GIS) und/oder webbasierten Datenbanken.




Georgios KYRIAZIS

Untersuchung der Aussagekraft von Hyperspektral-Fernerkundungsdaten für eine Naturrauminventur im Nationalpark Donauauen

 



Stefan Karl WEGSCHAIDER
Studienrichtung Landschaftsplanung

Landbedeckungsklassifizierung aus Satellitenbildern

Zusammenfassung: Ziel ist die Weiterentwicklung einer Methodik für die Herstellung von Landbedeckungskarten aus Satellitenbildern vom Typ Landsat durch kNN-Klassifizierung. Dabei sollen insbesondere die Zusammenhänge zwischen
(1) Anzahl und Art der Landbedeckungskategorien
(2) Art und räumliche Verteilung der Eichdaten
(3) Methodik und Parameter der Klassifizierung, Berücksichtigung radiometrisch-topografischer Einflüsse analysiert und beschrieben werden.
Die Methode ist am Beispiel der Herstellung einer Landbedeckungskarte von Oberösterreich zu demonstrieren und zu verifizieren.



Abgeschlossene Diplomarbeiten


Daniela ATZLINGER
Studienrichtung Kulturtechnik und Wasserwirtschaft

Vergleich fernerkundlicher und terrestrischer Aufnahmemethoden zur Datenerfassung für Sedimenttransportmodelle in Wildbacheinzugsgebieten

Zusammenfasung: Ziel dieser Arbeit ist ein Vergleich unterschiedlicher methodischer Ansätze zur Gewinnung von Geländedaten sowie die Darstellung der methodenbezogenen Genauigkeiten bzw. die Relevanz hinsichtlich Genauigkeit für die weiterführenden Naturgefahrenprozessanalysen. Den Hintergrund dieser Analyse stellt dabei der Bedarf an einer effizienteren Erfassung des Sohlgefälles dar, um das Augenmerk auf die unbedingt im Feld durchzuführenden Aufnahmen konzentrieren zu können. Der Parameter Sohlgefälle wurde deshalb gewählt, da er die Berechnung des Geschiebetransportes wesentlich beeinflusst. Im Zuge der gegenständlichen Arbeit wurden die ermittelten Längenschnitte aus existierendem Datenmaterial, in Form von terrestrischen und fernerkundlichen Aufnahmeauswertungen für zwei Untersuchungsgebiete miteinander verglichen. Als Datenbasis bzw. Vergleichsbasis wurde eine genaue terrestrische geodätische Vermessung herangezogen und die Differenzen zu den Ergebnissen der übrigen Auswertemethoden gebildet. Beim Vergleich wurden die Gerinne vorerst in Homogenbereiche unterteilt und weiters zu den Kategorien ¿offene Flächen¿ oder ¿bedeckten Flächen¿ zugeordnet, wobei sich das Kriterium bedeckt auf die Vegetation (ab Buschwerk) bezieht. Die Genauigkeitsanforderungen bzw. die Sensibilitäten der Modelle hinsichtlich der Ergebnisänderung bei der Geschiebetransportberechnung liegen für den Parameter Sohlgefälle bei +/- 1%. Es konnte gezeigt werden, dass für die offenen Flächen eine ausreichend genaue Ermittlung des modelrelevanten Gefälles sowohl mittels klassischer geodätischer Vermessung, Photogrammetrie als auch auf Basis der ÖK 50 möglich ist. Bei der Ermittlung der Geländedaten für bedeckte Flächen wurde gezeigt, dass sich generell höhere Abweichungen zwischen den unterschiedlichen Analysemethoden als bei offenen Flächen ergeben und zum anderen eine ausreichend genaue Ermittlung des Sohlgefälles ausschließlich mit terrestrischen geodätischen Vermessungsmethoden möglich ist. Die verwendeten fernerkundlichen Methoden weisen aufgrund von Sichtbarkeitsproblemen relativ hohe Abweichungen auf, wobei Laserscannervermessungen von dieser Aussage ausgenommen sind, da in den Untersuchungsgebieten keine Vergleichsdaten verfügbar waren.



Alexander BERAN
Studienrichtung Landschaftsplanung und Landschaftspflege

Vergleich von Methoden der Landbedeckungsklassifikation mit Satellitenbildern zur Erkennung von Risikoflächen für den Drogenanbau in Myanmar

Zusammenfassung: Bei der flächendeckenden Überwachung von Drogenanbaugebieten in Myanmar durch das Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung der Vereinten Nationen (UNODC) werden aktuelle, großflächige Landbedeckungskarten benötigt. Diese können durch die Klassifikation von Satellitenbildern erstellt werden.
Ziel dieser Diplomarbeit ist der Vergleich unterschiedlicher Methoden zur semi-automatisierten Klassifikation der Landbedeckung. Semi-automatisiert bedeutet, dass die Satellitenbilder nicht ausschließlich automatisiert von einem Computerprogramm klassifiziert werden, sondern dass die Eingabe zusätzlicher Informationen von einem menschlichen Interpreten notwendig ist. Verglichen wurden die parametrischen Algorithmen Minimum-Distance, Mahalanobis-Distance und Maximum-Likelihood und der nicht-parametrische Algorithmus k-Nearest-Neighbour (kNN).
Im Rahmen der vorliegenden Arbeit hat sich der Maximum-Likelihood-Algorithmus als geeignetste parametrische Methode erwiesen. Er wurde dem nicht-parametrischen kNN-Algorithmus mittels Fehlerabschätzung gegenübergestellt. Die Genauigkeit der vier umfangreichsten Landbedeckungsklassen Geschlossener Wald, Lichter Wald, Vegetation exklusive Wald - trocken und Offener Boden ist mit dem kNN-Algorithmus entweder wesentlich besser oder ähnlich im Vergleich zum Maximum-Likelihood-Algorithmus. Für die Erstellung einer Landbedeckungskarte wurde daher der kNN-Algorithmus verwendet.

 



Iris BUCHNER, Dipl.-Ing.
Kulturtechnik und Wasserwirtschaft

Methods of Metadata Search Engines

Zusammenfassung: Verschiedene Entwicklungen haben in den vergangenen Jahren dazu beigetragen das Internet für die Verfügbarkeit und den Transfer von Geodaten zu nutzen. Bei den Netzwerkumgebungen der Metadaten-Suchmaschinen werden prinzipiell zwei Modelle unterschieden: das Server/Client-Modell und das Peer-to-Peer-Modell. Das zur Zeit für die Suche in verteilten Systemen meistverwendete Server/Client-Modell besteht aus einem Client, der Anfragen über eine Kommunikationssoftware, der sogenannten Middleware, wie z.B. dem Z39.50 Protokoll, CORBA oder SOAP, an einen Server sendet. Innerhalb des Peer-to-Peer-Modells sind alle ¿peers¿ gleichwertig und die Daten werden nicht über einen Server ausgetauscht, sondern direkt von einem ¿peer¿ zum anderen. Damit die Interoperabilität der einzelnen Komponenten der verteilten Systeme über die Grenzen von unterschiedlichen Plattformen, Herstellern und Datentypen hinweg gegeben ist, werden standardisierte Schnittstellen, wie die des OpenGIS Consortiums, eingesetzt. Es ist anzunehmen, dass das Peer-to-Peer-Modell weiter entwickelt wird und in Zukunft vermehrt zur Anwendung kommt.



Karin FLOHNER, Dipl.-Ing.
Studienrichtung Kulturtechnik und Wasserwirtschaft

Anwendung von terrestrischen Laserscannern zur Messung von Erosionskubaturen

Zusammenfassung: Zu Beginn der Diplomarbeit werden derzeit auf dem Markt befindliche 3D-Laserscanner aufgelistet und es wird auf deren Aufbau und Verfahrensweisen eingegangen. Ziele der vorliegenden Arbeit sind im allgemeinen die Ermittlung von Erosions-Kubaturen, um daraus Rückschlüsse auf die in das Fließgewässer eingetragenen Feststoffe ziehen zu können, und im speziellen die Untersuchung von Messgenauigkeiten eines Laserscanners für die Erfassung von natürlichen Oberflächen. Des weiteren werden die Möglichkeiten und Wirtschaftlichkeit dieser im Bereich der Topografie noch wenig verbreiteten Technik verglichen mit bisher eingesetzten Verfahren, wie Photogrammetrie und terrestrisch-geodätischen Vermessungen mit Totalstationen.

 



Antonia Fay FORSTER

Analysis of Fallow System Development in Laos Using Historical Satellite Images

Zusammenfassung: Mehr als 400 Jahre lebten die Khmu, eine der ältesten ethnischen Gruppen der Provinz Oudomxay im Norden von Laos, in Einklang mit ihrer Umwelt. Das rasche Bevölkerungswachstum in den letzten 50 Jahren hat jedoch dazu geführt, dass die Landwechselwirtschaft, eine nachhaltige Bewirtschaftungsform, nur mehr wenig Anwendung findet. Andere Faktoren für diese Entwicklung sind staatliche Bestrebungen für Veränderungen in der Landwirtschaft.
Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung einer Methode, die es ermöglicht, das Muster und Ausmaß räumlicher und zeitlicher Veränderungen der Landbedeckung mit Hilfe von Fernerkundungsmethoden zu erkennen. Besonderes Augenmerk wurde auf die Verteilung von Brachflächen-Altersklassen, die Häufigkeit von Brandrodungsereignissen und auf Flächen intensiver landwirtschaftlicher Produktion gerichtet.
Die Definition von Landbedeckungsklassen in dieser Arbeit basiert auf den Reflexionscharakteristiken der Landbedeckungsarten in den spektralen Bändern des Sensors Landsat 7 ETM+. Durch nichtüberwachte Klassifikation eines multi-temporalen NDVI (Normalised Difference Vegetation Index) Datensatzes wurden die Veränderungen der Landbedeckung zwischen drei Aufnahmezeitpunkten analysiert. Für die Visualisierung und Interpretation der Landbedeckungsveränderungen wurde das Konzept der additiven Farbmischung angewendet. Anschließend wurde für jede Kategorie das Ergebnis der nichtüberwachten Klassifikation mit Referenzdaten verglichen und die Klassifikationsgenauigkeit abgeschätzt.




Volker FRÖHLICH

Räumliche Modellierung und Variantenbewertung des Vernetzungspotentials zwischen dem Biosphärenpark Wienerwald und dessen Umland



Vera GALLA, Dipl.-Ing.

Studienrichtung Landschaftplanung und Landschaftspflege

Geodatenmanagement - Organisation, Standardisierung und Einsatz von Metadaten in GIS

Zusammenfassung: Daten mit Raumbezug werden zunehmend verfügbar und genutzt. Die Zahl der Datennutzer, die nach geeigneten Geodaten suchen steigt stetig an. Sie wollen diese Daten vergleichen und ihre Eignung prüfen können. Dadurch ergibt sich mehr und mehr der Bedarf nach Aussagen über vorhandene Datenbestände, deren Nutzbarkeit und Qualität. Metainformation ist dabei ein Schlüsselwort, um den Zugang zu Geodatenbeständen zu steigern. Sie beschreiben durch Angabe von Maßstab, Qualität, Aktualität, geografischer Lage und Inhalt die vorliegenden Daten. Metadaten können somit als Daten über Daten umschrieben werden. Im Rahmen dieser Diplomarbeit werden die Strukturen, Standardisierungsbestrebungen für eine einheitliche Metadatenbeschreibung und Anwendungen von Metadaten in Geoinformationssystemen behandelt. Weiters wurde ein Metadatenmodell erstellt, dass alle Metadaten beinhaltet, die für einen Datennutzer für die Vorerhebung eines Datensatzes relevant sein können.

 


Roland GRILLMAYER, Dipl.-Ing.
Absolvent der Studienrichtung Landschaftsplanung

Satellitenbasierte Analyse der Landschaftsstruktur für die Habitatbewertung des Steinkauzes (Athene noctua)

Zusammenfassung: Dieses Diplomarbeit wurde im Rahmen des Leitschwerpunktes „Kulturlandschaftsforschung“ des BM für Wissenschaft und Verkehr, Teilmodul von „BD1: Grundlagen der Biodiversität, Bedeutung unterschiedlicher Kulturlandschaftstypen für die Biodiversitätssicherung“. Ziel dieses Arbeit ist die Feststellung der Landbedeckungsveränderung in ausgewähten Gebieten Niederösterreichs und des Burgenlandes im Zeitraum 1984 – 1994 zur Untersuchung des Einflusses auf die Bestandesentwicklung des Steinkauzes (Athene noctua) unter Verwendung von Landsat-TM-Satellitenbildern. Die Untersuchungen werden nicht nur mit herkömmlichen pixelweisen Verfahren durchgeführt, sondern mit automatisch generierten Segmenten die Landschaftselementen entsprechen. Dadurch wird zusätzliche Information über die Form der einzelnen Elemente gewonnen. Diese Information, in Kombination mit der Landbedeckung, dient zur Untersuchung der Veränderung der Struktur in der Landschaft.

 


Peter HOFER
Laserscan-Einsatz im Kersantitsteinbruch Loya

Zusammenfassung: Mithilfe des hybriden Messsystems der Firma Riegl - eine Kombination vom Laserscanner LMS-Z420i und der Digitalkamera Nikon D100 - wurde der Kersantitsteinbruch Loja (Wachau) vermessen. Aus der mit dem Laserscanner gewonnenen Punktwolke wurde ein digitales Geländemodell (DGM) generiert, dessen Oberfläche danach mit den unverzerrten Digitalfotos texturiert wurde. Durch die zusätzliche Farb- und Strukturinformationen ließen sich die geometrischen und topographischen Fragestellungen bezüglich Raumstellung der Kersantitgänge und die Parameter für die Berechnung der Standsicherheit von Böschungen beantworten. Diese fließen einerseits in die Ermittlung der optimalen Abbaustrategie ein, und andererseits wird dadurch die Sicherheit im Abbaubetrieb erhöht.




Hansjörg HÖLZL
Studienrichtung Kulturtechnik und Wasserwirtschaft

Einsatz von terrestrischen Laserscannern zur Kalibrierung von Geschiebetransportmodellen

Zusammenfassung: Bisher gibt es noch kaum praxisrelevante Erfahrungswerte bzw. Parametersätze für die Verwendung eines digitalen Geländemodells (DGM) einer Flusssohle in einem Geschiebemodell. Immer wiederkehrende Hochwasserereignisse führen zu einer Verlagerung des Geschiebes an der Flusssohle. Die Veränderungen in der Natur gilt es zu erfassen, mit dem Geschiebemodell zu vergleichen und eventuell anzupassen. Das Ziel der gegenständlichen Diplomarbeit ist die Entwicklung eines Verfahrens zur hochgenauen DGM Erstellung für die Kalibrierung von Geschiebetransportmodellen mittels terrestrischen Laserscanner, angewandt im Unterlauf der Schwarza. Um Aussagen bezüglich einer Sohlveränderung innerhalb sehr kurzer Zeit treffen zu können, ist eine mehrmalige hochgenaue Aufnahme der Flusssohle erforderlich. Weiters soll herausgefunden werden, ob eine hochgenaue Sohlaufnahme (große Datenmengen) für die Berechnung in einem Geschiebemodell verarbeitet werden kann oder ob eine herkömmliche profilweise Aufnahme durch einen Tachymeter ausreicht (Untersuchung der erzielten DGM Genauigkeiten von unterschiedlichen Aufnahmesystemen). Es ist festzuhalten, dass für die mehrdimensionale numerische Modellierung (Hydraulik, Feststoff) die hohe Datendichte ein wesentliches Problem darstellt. Die künftige Entwicklung lässt jedoch erwarten, dass durch eine steigende Rechnerleistung die mehrdimensionale Modellierung von längeren Geländeabschnitten mit hoher Datendichte möglich sein wird.



Bianca KAHL, Georg STROBELBERGER (gemeinsame Diplomarbeit)
Studienrichtung Kulturtechnik und Wasserwirtschaft

Vorarbeiten zum Gewässerbetreuungskonzept (GBK) Obere Mur und die Erstellung eines Digitalen Geländemodells der Gemeinde Unternberg an der Mur (Arbeitstitel)

Zusammenfassung: Diese Diplomarbeit wird in Kooperation mit dem Institut für Wasserwirtschaft, Hydrologie und konstruktiven Wasserbau (Ao.Univ.Prof. Dr. Helmut Mader) durchgeführt. Inhalt des ersten Teils der Diplomarbeit ist die Erstellung und Aufbereitung von Planungsgrundlagen für ein Gewässerbetreuungskonzept (GBK) "Obere Mur" unter Berücksichtigung der historischen Entwicklungen in den vergangenen Jahrhunderten. Im Rahmen der sektoralen Beurteilung der öko-morphologischen Situation (Leitbild - Ist-Zustand - Defizite) wird in Anlehnung an die EU Wasserrahmenrichtlinie (Einstufung des ökologischen Zustandes auf Basis von Qualitätskomponenten) der Urzustand aus historischen Belegen, die Regulierungsgeschichte der Oberen Mur und der Ist-Zustand erhoben, verarbeitet und dokumentiert (Mitbetreuung am IVFL: Ass.Prof. Dr. Erwin Heine).
Im zweiten Teil wird unter Verwendung von verschiedener Software zur Erstellung eines digitalen Geländemodells (DGM) die Handhabung von der Dateneingabe bis zur Ergebnisausgabe, die erzielbaren Genauigkeiten sowie die Weiterverarbeitungsmöglichkeiten der DGM-Daten für unterschiedlichen Hydrauliksimulationsmodellen analysiert.
Abschließend werden verschiedene 2D-Abflussmodelle mit den DGM-Daten beschickt und die Ergebnisse der Berechnungen miteinander verglichen.
Mitbetreuung am IVFL: Ass.Prof. Dr. Reinfried Mansberger


 

Georg KAISER
Studienrichtung Kulturtechnik und Wasserwirtschaft

Metasegmentation of remote sensing images based on combinatorial maps

Zusammenfassung: Die Anwendungsziele von Methoden der Fernerkundung haben sich von Land- bedeckungs und Landnutzungsklassifizierung per Bildpunkt hin zu Aufgabenstellungen betreffend die strukturellen Eigenschaften der beobachteten Ausschnitte der Erdoberfläche verändert. Automatisierte Methoden zur Abgrenzung von Landschaftselementen und Landschaftseinheiten in Fernerkundungsbildern sind eine wichtige Voraussetzung für die Analyse von Landschaftsstrukturen. Für die Repräsentation von gleichförmigen Objekten in Satellitenbildern auf unterschiedlichen Abstraktionsstufen können irreguläre Bildpyramiden verwendet werden. Diese Bildpyramiden wiederum können durch hierarchische Graphen repräsentiert werden, wobei jede Ebene eines solchen Graphen die Landschaftsstruktur auf einer bestimmten Abstraktionsstufe beziehungsweise in einem bestimmten Maßstab darstellt. In dieser Arbeit wird eine Methode zur Gewinnung von irregulären Bildpyramiden, ausgehend von multispektralen Satellitenbildern, vorgestellt. Die Methode basiert auf dualen Graphen, verwendet jedoch kombinatorische Karten als Datenstruktur. Das vorgestellte Verfahren, dessen Resultat eine graphenbasierte Repräsentation der Landschaft auf verschiedenen Abstraktionsstufen ist, wird Metasegmentierung genannt. Neben der formalen Beschreibung der Methode werden auch die wichtigsten Merkmale eines Computerprogramms, welches im Zuge der Arbeit implementiert wurde, aufgezeigt.


 


Valerie KOCH, Dipl.-Ing.
Studienrichtung Landschaftsplanung
Email: valerie.koch@boku.ac.at

Möglichkeiten des Einsatzes der Luftbildinterpretation und -auswertung bei hydromorphologischen Fließgewässererhebungen

(gemeinsam mit Susanne Koller - in Zusammenarbeit mit dem Inst. f. Wasservorsorge, Gewässerökologie und Abfallwirtschaft, Abt. Hydrobiologie)

Zusammenfassung: Bei hydromorphologischen Fließgewässerkartierungen geht es um die Erfassung und Bewertung derjenigen morphologischen und strukturellen, aber auch hydrologischen Faktoren in und an Fließgewässern, die in ihrer Summe wesentlich mitbestimmend sind für die Funktion des Gewässers als Lebensraum - sie dienen als Grundlage für den Naturschutz, die Raum- und Landschaftsplanung, als Information für ökologische Verbesserungsmaßnahmen und als Grundlage für einige weitere Fragestellung bezüglich Fließgewässern.
Anhand von zwei in der Praxis üblichen Kartierungsverfahren sollen nun im Rahmen dieser Diplomarbeit die Möglichkeiten des Einsatzes von Luftbildinterpretation bzw. photogrammetrischen Auswertemethoden bei hydromorphologischen Fließgewässerkartierungen aufgezeigt werden.
Nach einer Geländekartierung im Sommer 2002 erfolgte die Luftbildauswertung und eine anschließende Analyse, bei der die Ergebnisse dieser beiden Methoden verglichen wurden.


 

Clemens KÖHLER, Dipl.-Ing.
Studienrichtung Landschaftsplanung und –pflege
Email: clemenskoehler(at)gmx.at

Gisbasierte Auswertung von Wildtier–Migrationsachsen in Österreich

Zusammenfassung: Im Zuge einer Studie des BMVIT, in Kooperation mit den ÖBF (Dr. Friedrich Völk), dem Institut für Wildtierbiologie (DI Horst Leitner) und dem Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft (DI Mark Wöss, BOKU Wien) sollen Wildtier–Migrationsachsen ermittelt werden, um eine Planungsgrundlage für die RVS (Rahmenrichtlinie Verkehrsicherheit) zu bekommen, die beim Straßenneubau / Straßenausbau, sowie bei deren Bestandserweiterung Anwendung findet.
Aufgrund einer fehlenden, österreichweiten Ausweisung von Migrationsachsen ist eine derzeitige Berücksichtigung dieser im Rahmen der RVS nicht möglich.
Migrationsachsen sind abhängig von ihrem Abstand zu Siedlungen, Wäldern und Gehölzstrukturen. Anhand von GIS kann man den räumlichen Zusammenhang zwischen Migrationsachsen und bestimmten Landbedeckungsklassen abbilden und potentielle Migrationsachsen ausweisen.
Ziel der Diplomarbeit ist es diese Zusammenhänge zu modellieren und potentielle Wildtier-Migrationsachsen für das gesamte Bundesgebiet auszuweisen. In weiterer Folge werden diese Migrationsachsen vom Institut für Wildtierbiologie und Jagdwirtschaft evaluiert und nach ihrer Bedeutung und ihrem Gefährdungspotential bewertet. Nach Abschluss der Evaluierungsphase wird eine Karte der bestehenden Migrationsachsen erstellt. Diese Karte stellt die Planungsgrundlage für die Berücksichtigung von Wildtier-Migrationsachsen in Österreich im Rahmen der RVS dar.


 

Bettina MAREK, Dipl.-Ing., Doris MAYER, Dipl.-Ing. (gemeinsame Diplomarbeit)
Studienrichtung Kulturtechnik und Wasserwirtschaft

Erhebung und Analyse der Eigentums- und Landnutzungsänderungen im Grenzraum Österreich - Ungarn

Zusammenfassung: Unsere Diplomarbeit ist Teil des Projekts ELNA II im Rahmen der Aktion Österreich-Ungarn und versucht, die unterschiedliche Entwicklung der Eigentumsverhältnisse, der topografischen Struktur der Grundstücke und der Landnutzung der letzten 100 Jahre aufzuzeigen. Schwerpunkte der Arbeit stellen das Design einer relationalen Datenbank sowie die Analyse und dynamische Visualisierung der Daten aus Grundbuch und Kataster dar. Das Projekt findet in Zusammenarbeit mit der Westungarischen Universität statt, wo diese Thematik ebenfalls von zwei Diplomanden bearbeitet wird.


 


Norman MATEJ
Studienrichtung Kulturtechnik und Wasserwirtschaft

GIS-basierte Analysen von fischökologischen Fragestellungen österreichischer Fließgewässer anhand nationaler Datenbanken

Zusammenfassung: Diese Arbeit wurde im Rahmen des vom Bundesministerium für Land, Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft und dem Land Niederösterreich finanzierten Projekts zur Entwicklung eines Modells für die Bewertung von Restaurationsmaßnahmen an Fließgewässern: Model based Instrument for River Restauration (Akronym: MIRR, mirr.boku.ac.at) Ziel dieses Projekts ist es ausgehend von einer ausreichenden Anzahl an Beprobungsstellen mittels eines statistischen Modells Schlüsse für zukünftige Restaurierungsmaßnahmen zu ziehen. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es die Daten der Ist-Bestandsanalyse österreichischer Fließgewässer aufzubereiten und mit Befischungsdaten zu verschneiden. Die Ist-Bestandsanalyse ist Teil der nationalen Umsetzung der EU Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) und wurde im Jahr 2005 abgeschlossen. Die Befischungsdaten stammen aus der Fides Datenbank, welche im Rahmen des FAME (http://fame.boku.ac.at) Projekts angelegt wurde. Insgesamt wurden 1053 Befischungsstrecken verwendet. Die Analysen erfolgten mittels des Geoinformationssystems Arc Gis® 9.0, MS Excel und SPSS und umfassen sowohl das Vorkommen bestimmter Zeigerarten, als auch ausgewählte Metrics sowie den European Fish Index (EFI). Im Rahmen dieser Arbeit konnten Zusammenhänge zwischen dem EFI - Metrics und der Risikoanalyse teilweise gezeigt werden, jedoch wurden auch einige Unsicherheiten und Datenlücken festgestellt.




Matteo MATTIUZZI
Studienrichtung Landschaftsplanung

Landbedeckungskartierung aus Satellitenbildern mit der kNN-Methode am Beispiel Tirol

Zusammenfassung: Automatisierte Verfahren zur Kartierung der Landbedeckung aus Satellitenbildern haben viele Vorteile gegenüber Methoden, die auf visueller Interpretation beruhen. Sie liefern homogenere, objektive Karten und erfordern weniger Arbeitsaufwand.
Es gibt mehrere Ansätze für die automatisierte Kartierung der Landbedeckung. In dieser Diplomarbeit wird die kNN(k Nearest Neighbour)-Methode verwendet. Es handelt sich dabei um ein Verfahren der „überwachten Klassifizierung“, das keine speziellen statistischen Verteilungen der Merkmale der zu unterscheidenden Landbedeckungskategorien voraussetzt. Jedes unbekannte Pixel wird jener Kategorie zugewiesen, die unter den k ähnlichsten Pixeln des Referenzdatensatzes am häufigsten vorkommt. Das Verfahren wurde für die Herstellung von Landbedeckungskarten von Tirol (einschließlich Osttirol) aus Landsat-Satellitenbildern adaptiert. Der Referenzdatensatz wurde durch visuelle Interpretation einer Rasterstichprobe gewonnen.
Das Hauptaugenmerk dieser Diplomarbeit gilt dem Zusammenhang zwischen der Beschaffenheit des Referenzdatensatzes, den verwendeten Berechnungsparametern und den Eigenschaften und der Qualität der damit hergestellten thematischen Karten.



Jürgen MISCHKER, Dipl.-Ing.
Studienrichtung Kulturtechnik und Wasserwirtschaft

Using GIS to predict, quantify and visualise water quality and long term stream ecology effects/changes caused by acid mining drainage

Gemeinsam mit Lincoln University, Canterbury, New Zealand

Zusammenfasung: Acid mine drainage (AMD), ein umweltbelastendes Nebenprodukt, das während des Abbaus von Steinkohle entsteht, ist trotz verbesserter Technologien zur Vermeidung und Sanierung in vielen Bergbaugebieten ein anhaltendes Problem mit enormen Langzeitfolgen für die gesamte Wasserbiota.
Im Zuge dieser Arbeit wurde MAPLE, eine Extension für ArcGIS entwickelt, die es nun ermöglicht die zukünftige AMD Fracht zu ermitteln und so die daraus resultierenden Veränderungen der Wasserqualität zu beschreiben.
Die Validierung des Models geschah an Hand der größten Tagebaumine von Neuseeland und es konnte erfolgreich die zukünftigen AMD Belastungen und resultierenden Al+ Konzentrationen in den Flüssen errechnet werden. Die Simulation erfolgte für den Zeitraum von 2004 bis 2040, um die AMD Produktion während den Abbautätigkeiten und nach der Schließung der Mine zu modellieren.


 

Menale Wondie Mulu, Bsc In Forestry Dipl.-Ing.

Study on Spatial and Temporal Land Cover Changes using Geographical Information System (GIS) and Remote Sensing in the Simen Mountains National Park, Northwestern Ethiopia

Zusammenfassung: Die vorliegende Untersuchung wurde im Simen Mountain National Park (SMNP) im Nordwesten Äthiopiens (UNESCO World Heritage Site) durchgeführt. Der Zweck der Unter¬suchung ist die Gewinnung räumlich und zeitlich quantitativer Information über die Dynamik der Landbedeckung in diesem Gebiet. Damit soll eine Grundlage für politische und operationelle Entscheidungen zur Unterstützung der Erhaltung der Biodiversität geschaffen werden. Die Landbedeckungsveränderungen zwischen 1984 und 2003 wurde aus Landsat-Satellitenbildern dieser Aufnahmezeitpunkte (TM aus dem Jahr 1984, ETM+ aus dem Jahr 2003) durch überwachte Klassifizierung ermittelt. Die Veränderungen werden in Transformationsmatrizen dargestellt. Es wurden 5 Landbedeckungsklassen unterschieden: naturnaher Mischwald, Waldreinbestände, Buschland, Weideland, und landwirtschaftliche Flächen. Schattenbereiche konnten nicht klassifiziert werden. Die Verteilung der Landbedeckungsklassen wurde in Abhängigkeit von Höhenstufe, Hangneigung und Exposition ermittelt. Das Ergebnis der Veränderungen in den 20 Jahren zeigt eine Zunahme von Waldreinbeständen und von Buschland, jedoch eine Abnahme der landwirtschaftlichen Flächen. Fernerkundungsdaten geben direkte Information über die Landbedeckung, nicht aber über die Landnutzung, welche die ökonomischen und kulturellen menschlichen Aktivitäten in ihrer Wechselwirkung mit der Landbedeckung berücksichtigen. Fernerkundungsdaten können auch keine Detailinformationen wie Wildtierpopulationsdichten liefern, die ökologisch wichtig sind. Nur die kombinierte Auswertung von Resultaten von Geländeerhebungen, von sozioökonomischen Daten und von Fernerkundungsdaten kann in diesem Sinn zu einem besseren Verständnis von Landbedeckungsveränderungen führen. Es sind daher weitere Untersuchungen zur Analyse der Landbedeckung und der Landbedeckungsveränderungen in ihrer Bedeutung für den Lebensraum für Wildtiere und als Grundlage für das Naturschutzmanagement des SMNP zu empfehlen.



Karin MOSER, Dipl.-Ing.
Studienrichtung Landschaftsplanung

Entwicklung einer Methode zur ökologischen Zustandsbewertung von Oberflächengewässern aus Luftbildern

Zusammenfassung: Ziel dieser Diplomarbeit war es zu prüfen, ob die Luftbildinterpretation eine sinnvolle Unterstützung der ökologischen Zustandsbewertung von stehenden Gewässern darstellt. Zur Durchführung einer Bewertung ist zunächst die Erhebung des Ist-Zustandes anhand verschiedener Parameter notwendig. Im Speziellen konzentriert sich die vorliegende Diplomarbeit auf uferbeschreibende Parameter. Diese stammen aus der ÖNORM M 6231 (Richtlinie für die ökologische Untersuchung und Bewertung von stehenden Gewässern). Anhand von zwei Untersuchungsgebieten (Traunsee und Lunzer See) wurde geprüft, inwieweit diese Parameter aus Luftbildern erfasst werden können und welches Bildmaterial hierfür am besten geeignet ist. Dazu wurde die Luftbilderkennbarkeit in drei unterschiedlichen Bildarten (Schwarz-Weiß, Normalfarbe und Farbinfrarot) mit verschiedenen Maßstäben verglichen. Es wurde festgestellt, dass ein überwiegender Teil der untersuchten uferbeschreibenden Parameter in allen drei Bildarten erkennbar oder zumindest eingeschränkt erkennbar ist. Für die Erhebung der Parameter erschienen während der Vegetationsperiode aufgenommene Farbinfrarot-Luftbilder am geeignetsten. Abschließend wurde die Kartierung und Dokumentation der erhobenen Parameter auf der geometrischen Basis eines Orthophotos bzw. eines entzerrten Luftbildes in einem Geographischen Informationssystem (GIS) erprobt.


 

Georg PIRCHER, Dipl.-Ing.
Studienrichtung Forstwirtschaft

Ableitung von Volumsklassen aus Landsat-7-Daten in borealen sibirischen Wäldern

Zusammenfassung: Ausgehend vom Radar-Projekt SIBERIA, welches innerhalb des Waldes vier Biomasseklassen unterscheiden konnte, wird das Potential optischer multispektraler Satellitendaten untersucht. Nach Adaption der forstlichen Referenzdaten wird der Zusammenhang zwischen Bestandesparametern und spektralen Eigenschaften abgeleitet. Die Auswertung und Klassifizierung erfolgt objektorientiert und unter Einbeziehung des neuen panchromatischen Kanals (Bodenauflösung 15 m). Die Ergebnisse dienen der Optimierung von Informationsbeschaffung für regionale forstliche Anwendungen und zur Vervollständigung nationaler Kohlenstoffbilanzen.


 

Hansjörg REINER
Studienrichtung Kulturtechnik und Wasserwirtschaft

Einsatz terrestrischer Laserscanner zur Bestimmung von Staumauerverformungen

Zusammenfassung: Bogenstaumauern unterliegen verschieden Belastungszuständen, unter anderem infolge schwankender Füllungsgrade. Aufgrund dieser Belastungsschwankungen kommt es zu (meist periodisch – saisonalen) Deformationen des Bauwerks. Diese Verformungen werden im Sinne einer Bauwerksüberwachung mit verschiedenen, an das individuelle Bauwerk angepassten, Methoden erfasst. Alle diese Methoden stellen eine Überwachung von einzelnen Punkten dar; ihre Lageänderung ist signifikant für das gesamte Bauwerk.
Im Zuge dieser Diplomarbeit wird eine Methode entwickelt diese Einzelpunktmessungen mit dichten Rastermessungen der Oberfläche der Bogenstaumauer zu ergänzen. Dazu wird die Technologie des Laserscannens angewandt. Mit Ihrer Hilfe ist es möglich die Verformungszustände der luftseitigen Oberfläche, infolge verschiedener Belastungen zu verschiedenen Zeitpunkten, in Form von Punktwolken festzuhalten. Daraus werden nun für die verschiedenen Zeitpunkte dreidimensionale Oberflächenmodelle generiert. Durch Vergleich der Modelle ergeben sich Differenzenmodelle, welche die Verformung der gesamten luftseitigen Fläche der Staumauer zwischen den jeweiligen Beobachtungszeitpunkten beschreiben. Das Ergebnis kann sehr anschaulich durch eine farbgradierte Abbildung der Oberfläche der Bogenstaumauer visualisiert werden, wobei der Gradient die Verschiebung zwischen zwei Zeitpunkten wiedergibt.
Als Untersuchungsobjekt wurde die Bogenstaumauer Kops der Vorarlberger Illwerke AG gewählt.



Johanna REINER
Studienrichtung Forstwirtschaft
Email: johannareiner(at)gmx.net

Ableitung von waldbaulichen Planungsgrundlagen aus hochauflösenden IKONOS-Satellitenbildern für die Schutzwaldbehandlung

Zusammenfassung: Es wird untersucht, welche forstlichen Primärdaten, die für eine waldbauliche Planung der Schutzwaldbehandlung von Interesse sind, aus IKONOS-Satellitenbilddaten mit einer Bodenauflösung von 1m im panchromatischen und 4m im multispektralen Bereich abgeleitet werden können. Zum Einsatz kommt das Softwarepaket eCognition, dessen Grundlage die Verarbeitung objektbasierter Information ist. Das Hauptziel dabei ist es, die “visuelle” Bildinterpretation zu formalisieren. Es soll untersucht werden, welche Möglichkeiten und Einschränkungen der automatisierten Bildanalysemethode vorliegen, um in der forstlichen Primärdatenerhebung zur Schutzwaldplanung eine Alternative zur herkömmlichen Luftbildinterpretation darstellen zu können.
Das Untersuchungsgebiet liegt im Montafon, Vorarlberg.



Johann SAUER, Dipl.-Ing.
Absolvent der Studienrichtung Forstwirtschaft

Ermittlung des Holzvorrates des Auwaldes im Lafnitztal mit Hilfe von Farbinfrarot-Luftbildern

Zusammenfassung: Eine Grundzusammenlegung mit hohem Aufwand bei der terrestrischen Schätzung des Holzvorrates eines unwegsamen Auwaldes gab Anlaß zu dieser Diplomarbeit. Das Ziel der Untersuchungen war, ein Verfahren zu finden, das es ermöglicht, den Holzvorrat dieser Waldbestände unter Verwendung von Farbinfrarot-Luftbildern kostengünstiger und nachvollziehbar zu schätzen. Es wird ein luftbildgestütztes Verfahren entwickelt, das sich auf wenige terrestrische Messungen stützt. In der zweiphasigen Inventur besteht der erste Schritt im Ermitteln von Luftbildparametern und terrestrischen Holzvorratsmessungen in zufällig ausgewählten Beständen, um eine Regressionsgleichung zur Schätzung des Holzvorrates zu erstellen. Durch Regressionrechnung wird ein Zusammenhang zwischen terrestrisch ermitteltem Vorrat und den photogrammetrisch ermittelten Wuchsraumhöhen hergestellt. Die Wuchsraumhöhen ergeben sich durch Differenzbildung aus einem an einer Soft Copy Station (d. i. ein digitales photogrammetrisches Auswertesystem) automatisch gemessenen Kronenoberflächenmodell und einem manuell gemessenen Geländemodell. In einem zweiten Schritt wird die erstellte Gleichung dazu verwendet, den Holzvorrat des gesamten Auwaldes ausschließlich aus Wuchsraumhöhen zu berechnen. Die Bewertung des Holzvorrates pro Bestand erfolgt mit Marktpreisen je nach Baumart. Für Nutzholz müssen dazu terrestrische Beobachtungen für die Ansprache der Holzqualität und des Sortenanfalles durchgeführt werden, die für den größten Teil des Auwaldes nicht notwendig sind, da dieser Teil aus Brennholz besteht.


 

Stefan SCHWILLINSKY, Dipl.-Ing.
Studienrichtung Kulturtechnik und Wasserwirtschaft

Gewinnung von geometrischer Information aus Videobildern

Zusammenfassung: Ziel dieser Diplomarbeit ist es, aus digitalen Videofilmen (DV) räumliche Information zu gewinnen und als Vorbedingung dazu die Videobilder mit Hilfe der Bündelblockausgleichung zu orientieren. Im Rahmen des ersten Teiles der Diplomarbeit wurde die Fassade eines Gebäudes mit einem handelsüblichen digitalen Videocamcorder aufgenommen. Aus dem aufgenommenen Videofilm wurden Einzelbilder herausgeschnitten und in einer Bündelblockausgleichung verarbeitet. Da der verwendete digitale Videocamcorder vom Hersteller nicht kalibriert war, erfolgte die Kalibrierung simultan „on the job“ durch die Bündelblockausgleichung. Im zweiten Teil der Diplomarbeit erfolgte die fotogrammetrische Auswertung von Videomaterial, das aus der Luft mit einem Thermal-Infrarotsensor (FLIR, Forward Looking Infrared) aufgenommenen wurde. Das überflogene Gebiet ist ein Wald in der Nähe von Eisenstadt, Österreich, in dem mit Hilfe des Videofilmes Wildtiere sichtbar gemacht werden sollen. Um die Wildtiere zu verorten, wurden aus dem Video zunächst Einzelbilder isoliert und einer Bündelblockausgleichung unterzogen. Die erreichbare Genauigkeit der Verortung der Wildtiere wurde untersucht.


 

Susanne STEINER, Dipl.-Ing.
Absolventin der Studienrichtung Landschaftsplanung und Landschaftspflege

Räumliche Analyse der Landschaftsentwicklung in der Grenzregion Mühlviertel - Südböhmen anhand von Fernerkundungsdaten

Zusammenfassung: Das Hauptziel dieser Diplomarbeit war die Analyse, Bewertung und Interpretation von räumlichen und statistischen Daten hinsichtlich ihrer Aussagekraft für Natur- und Landschaftsschutz. Untersucht wurde die Landschaftsveränderung im Grenzgebiet Mühlviertel und Südböhmen mittels Fernerkundungsdaten und unter Einbeziehung von agrarstatistischen und sozio-demographischen Daten. Die Entwicklung der Landschaft innerhalb der letzten 30 Jahre wurde durch den Vergleich von Luft- und Satellitenbilder zweier Zeitpunkte dokumentiert. Als Datengrundlagen für den "historischen" Zeitpunkt wurden hochauflösende Satellitenbilder der Mission CORONA aus dem Jahr 1969 verwendet. Die Landschaftsausschnitte und Landschaftselement wurden hinsichtlich Strukturvielfalt und Heterogentität räumlich analysiert und durch die Berechnung von Parametern (Ansatz von FORMAN und GODRON) quantitativ bewertet.


 

Leonhard SUCHENWIRTH

Kartierung von Koka-Anbauflächen mittels Satellitenbildern unter Verwendung eines objektorientierten Ansatzes zur Bildinterpretation



Markus VOLLMANN, Dipl.-Ing.

Die Kartierung der Schnee- und Eisbedeckung aus Satellitenbilddaten zur Validierung von Schneeschmelzmodellen in kleinen und mittleren Einzugsgebieten der Hohen Tauern - Salzburg

Zusammenfassung: Die Bestimmung der Komponenten der Wasserbilanz von stark vergletscherten, hochalpinen Einzugsgebieten ist in der Regel mit großen Schwierigkeiten verbunden. Besonders die Bestimmung des Schmelzwasserabflusses aus der saisonalen und permanenten Schnee- bzw. Eisbedeckung mittels hydrologischen Schneeschmelzmodellen ist wegen der schwierigen Erfassung der nötigen Parameter mit zum Teil beträchtlicher Unsicherheit behaftet. Zur Validierung von Schneeschmelzmodellen kommen daher, insbesondere seit ihrer operationellen Verfügbarkeit, Satellitenbilddaten zum Einsatz. Ziel dieser Arbeit ist die Erfassung und Kartierung der flächenhaften Verteilung der saisonalen und permanenten Schnee- bzw. Eisbedeckung von vier kleinen und mittleren Einzugsgebieten des Alpenhauptkammes mittels Satellitenfernerkundung. Zu diesem Zweck wurden zehn Satellitenbilder der Sensoren Landsat Thematic Mapper (TM) und Enhanced Thematic Mapper plus (ETM+) sowie ASTER (Advanced Spaceborne Thermal Emission and Reflection Radiometer) auf Terra aus dem Zeitraum von 1993 bis 2005 ausgewählt und einer anschließenden Analyse unterzogen. Mit den Ergebnissen aus der Kartierung der Schnee- und Eisbedeckung mittels Methoden der Fernerkundung konnte vom IWHW (Inst. für Wasserwirtschaft, Hydrologie und konstruktiven Wasserbau) ein Schmelzmodell validiert beziehungsweise kalibriert werden. Ebenso konnte die Anwendbarkeit der Modellrechnung auf größere Einzugsgebiete mit entsprechend geringerer Input-Datendichte überprüft werden.



Heinz WIND, Dipl.-Ing.
Studienrichtung Landschaftsplanung und -pflege

Web-GIS-gestützte Erfassung und Darstellung von Hochwasserschadensmeldungen

Zusammenfassung: Die Erfassung der Hochwasserschäden vom August 2002 wurde in den betroffenen Bundesländern unterschiedlich durchgeführt, wodurch ihre Vergleichbarkeit und Nutzung für die Untersuchung von wirtschaftlichen Folgeeffekten nicht ausreichend gegeben war. Nach Analyse der bestehenden Datenbasis bestand das Ziel in der Entwicklung einer einheitlichen Erfassungsmethode von Katastrophenschäden für das gesamte Bundesgebiet. Angestrebt wurde eine Lösung, mit der die Aufnahme von Schadensmeldungen an verschiedenen Orten möglich ist, während die Daten an einer zentralen Stelle gespeichert und verwaltet werden. Auf diese Weise können mehrere berechtigte Benutzer, wie z.B. Bedienstete in den Gemeinden oder Landesregierungen, gleichzeitig Daten im System erfassen oder auswerten. Die gewünschten Dateninhalte orientieren sich nach den bereits vorhandenen Anträgen auf Beihilfen der betroffenen Bevölkerung des Hochwassers vom August 2002. Darüber hinaus wurden Möglichkeiten geschaffen, die eine Kategorisierung und räumliche Zuordnung von Schadensobjekten zulassen. Letztere erlaubt eine visualisierte, räumlich bezogene Darstellung und Analyse des Schadensausmaßes in einem geographischen Informationssystem. Sowohl für Aufnahme als auch Visualisierung der Hochwasserschäden wurden Anwendungen entwickelt, die über das Internet nutzbar sind. Letztlich liefert eine systematisierte Erfassung von Katastrophenschäden wertvolle Grundlagen für die Aufarbeitung derartiger Ereignisse und ermöglicht in weiterer Folge, entsprechende Maßnahmen zur Verringerung bzw. Vermeidung zukünftiger Schäden zu ergreifen.


 

Clemens ZUBA, Dipl.-Ing.
Absolvent der Studienrichtung Forstwirtschaft

Topographische Korrektur von Landsat 5 TM Daten: Eine Studie in Brattaker/Sweden.

Zusammenfassung: Die Minnaert-, die C- und eine statistisch-empirische Korrekturmethode wurden angewandt mit dem Ziel, Geländeeffekte im Satellitenbild zu reduzieren. Für die Evaluierung dieser drei Methoden wurde der Holzvorrat mittels Regression sowie Klassifikation bestimmt und mit den Felddaten verglichen.


 

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