Institutsprofil / Arbeitsfelder


Arbeitsfelder

Aktuelle Landschaftsarchitektur

Professionsgeschichte der Landschaftsarchitektur

Geschichte der gestalteten Landschaft

Urbane Landschaft und Stadtentwicklung

Raumwahrnehmung und Raumwirkung

Landschaftsarchitektur

Landschaftsarchitektur ist ein Feld kultureller Produktion. Sie ist handlungsorientiert. Ihr Inhalt sind Analyse, Gestaltung und Qualifizierung von gestalteter Landschaft im Siedlungsraum und außerhalb. Bereitstellung, Qualität und Sicherung von Freiraum und Landschaft sind essentiell für die Lebensqualität und daher von gesamtgesellschaftlicher Relevanz.

Die gestaltete Landschaft umfasst Freiräume im urbanen Raum, Grün- und Freiräume in sub- und periurbanen Zonen sowie Landschaften außerhalb des Siedlungsgebietes. Gesellschaftliche Transformation spiegelt sich in den Räumen wie in den Ansprüchen an Freiraum und Landschaft wider. Mit ihr stehen Gestaltung und Konzeption, Sicherung und Anpassung in engem Zusammenhang.

Die Entstehung, Herstellung und Erscheinungsform von Parks, Plätzen, Straßen, Stadtteilen, Städten, Gärten, Landschaftsräumen, von besonderen Anlagen wie von alltäglicher Umgebung sind ebenso Thema wie der räumliche, kulturelle, gesellschaftliche und  naturräumliche Kontext, in dem sie stehen. Darüber hinaus sind alle Bedingungen, die für ihre Konstitution und Erhaltung, für den örtlichen wie funktionalen Zusammenhang bedeutsam sind, Inhalt der Auseinandersetzung am Institut für Landschaftsarchitektur. Freiräume werden auf ihren konzeptionellen Gehalt untersucht. Ihre räumliche, ästhetische und funktionale Gestaltung, Ausstattung, Bepflanzung werden analysiert und in den soziokulturellen Kontext gestellt. Ebenso sind Auswirkungen von anthropogenen Veränderungen in Freiraum und Landschaft, etwa durch Infrastrukturen, Gegenstand von Lehre und Forschung.

Fragestellungen ergeben sich aus den gesamtgesellschaftlichen, lokalen und globalen Entwicklungen. Der Einfluss von gesellschaftlichen Prozessen und Handlungen auf Nutzbarkeit und Nutzungen und auf die Herstellungsbedingungen von Freiräumen wird untersucht. Aus den Erkenntnissen können neue konzeptionelle und gestalterische Ansätze sowie innovative Strategien zur Herstellung und Erhaltung gestalteter Landschaft abgeleitet werden.

Untersuchungsgegenstände sind darüber hinaus Prozesse zur Herstellung und Erhaltung von Freiraum und Landschaft: der kreative Prozess, die kulturelle Produktion, Ästhetik, Wahrnehmung und Nutzung von Freiraum und Landschaft und ihr Beitrag zur Lebensqualität.

Methoden zur Raumanalyse, zum Entwurf und zum Planungs-, Herstellungs-, Erhaltungs- und Alterungsprozess werden weiterentwickelt und vermittelt.

Forschungsmethoden umfassen Raumanalysen, Funktionsanalysen, sozialwissenschaftliche Methoden, kreative und prospektive Untersuchungen sowie Diskurs- und Prozessanalysen. Wir arbeiten an der Anwendung, Evaluierung, Verbesserung und Innovation von disziplinären und interdisziplinären Forschungsmethoden zur Erweiterung der fachtheoretischen Basis der Landschaftsarchitektur zum Zwecke von wissenschaftlichem und praktischem Erkenntnisgewinn.

Forschung und Lehre sind am ILA eng miteinander verbunden. Wir forschen interdisziplinär in gesellschaftlich wichtigen Fragen.

Lehre

Wir verstehen Lehre als kooperativen Prozess. Wir erarbeiten Grundlagen und Spezialwissen sowie Anwendungskenntis. Wichtig ist die Ausbildung eines fundierten, kritischen Fachverstandes, den die Studierenden und Absolventinnen und Absolventen selbständig einsetzen. Forschung und Lehre sind am ILA eng miteinander verknüpft.

Das Institut für Landschaftsarchitektur vermittelt das Verständnis gestalterischer, räumlicher, wie soziokultureller Fragestellungen im urbanen wie im ländlichen Kontext. Der Fokus liegt wissenschaftlich wie praktisch auf der Umsetzbarkeit. Im Rahmen der Auseinandersetzung mit dem Freiraum werden die Fähigkeiten zum landschaftsarchitektonischen Entwurf, zur Objekt- und Ausführungsplanung erarbeitet. Die Absolventen und Absolventinnen sind in der Lage, landschaftsarchitektonische Problem- und Fragestellungen in allen Maßstäben zu erfassen, zu analysieren und durch Planung  und Entwurf zu lösen. Unter Entwurfslösung wird die gesamträumliche Konzeption von Freiräumen, unter Berücksichtigung der sozioökonomischen, naturräumlichen und technischen Rahmenbedingungen, der gestalterischen und funktionalen Umsetzung sowie der detaillierten Ausführungsplanung verstanden. Zielsetzung ist es, eine naturwissenschaftlich-technische, eine sozialwissenschaftliche und künstlerische Kompetenz zu entwickeln.

Folgende Kenntnisse werden vermittelt

  • Planung und Gestaltung unterschiedlicher Freiraumtypen (Parks, Plätze, Gärten, wohnungsbezogene Freiräume, Straßenfreiräume, Landschaftsräume u.a.) als Prozess, Entwurf und bauliche Ausführung
  • räumliche, soziale und wirtschaftliche Kontext, in dem Freiräume stehen
  • Theorie und Praxis des Entwerfens
  • Kontextualisierung des landschaftsarchitektonischen Entwurfes in historische und zeitgenössische Strömungen, entsprechend der räumlichen und sozioökonomischen Zusammenhänge
  • Kompetenzen in Gartenkunst und Denkmalpflege sowie der Geschichte der gestalteten Landschaft
  • Verständnis für Raumqualitäten und ästhetische Fragestellungen
  • Methoden zur holistischen Raumwahrnehmung
  • Kenntnisse und Erfahrungen in der Ausführungsplanung und Bauleitung unter dem Aspekt der nachhaltigen Betreuung und Pflege realisierter Freiräume
  • Konstruktions- und Materialkunde zur praktischen Umsetzung der Entwürfe
  • Planung und Projektbegleitung in allen Leistungsphasen
  • interdisziplinäre Projektbearbeitung

 

Lehrveranstaltungen