Forschung


In der Forschung

  • Analysieren wir die Wechsel­wir­kungen zwischen Mobilitätsverhalten, Verkehrssystem, Gesellschaft, Wirtschaft, Raum und Umwelt.
  • Erheben wir Daten und schaffen methodische Grundlagen und Werkzeuge für eine nachhaltige Verkehrsplanung und für zukunftsfähige Mobilitätslösungen.
  • Tragen wir aktiv zur Verbreitung des Wissens durch Kooperationen mit Partnern aus Praxis und Verwaltung und durch bürgernahe Veranstaltungen bei.
  • Arbeiten wir mit größter Sorgfalt und Integrität, um evidenzbasierte Ergebnisse höchster Qualität zu erzielen.

Themenfelder

Neueste SCI Publikationen

Neueste Projekte

Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-10-01 - 2019-12-31

Im Frühjahr und Sommer 2015 wurde eine wienweite personalisierte Mobilitätsaktion mit dem Namen SWITCH durchgeführt. Hierbei erhielten knapp 1.000 Menschen eine personalisierte Mobilitätsberatung und maßgeschneiderte Informationen, darunter 160 Personen aus der Seestadt Aspern. Mit Hilfe einer Vorher-Nachher Befragung wurde die Veränderung im Mobilitätsverhalten und den Einstellungen gegenüber autoarmer Mobilität bei Teilnehmenden an der Aktion erhoben und mit einer Kontrollgruppe von Nicht-Teilnehmenden verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass aktiv an der SWITCH Kampagne Beteiligte ihre monatlichen Fußwege um mehr als 4% und ihre monatlichen Radwege um mehr als 12% erhöht haben. Im selben Zeitraum reduzierten sich ihre monatlichen Autofahrten um 4%. Das Verhalten der Kontrollgruppe verzeichnete hingegen eine Reduktion der Fußwege um 5% und eine Erhöhung der Autowege um 12%. Zusätzlich fühlten sie sich durch das Thema aktive Mobilität und die damit verbundenen individuellen Vorteile weitaus besser informiert als Personen aus der Kontrollgruppe. Eine vergleichbare und für die lokalen Herausforderungen maßgeschneiderte Mobilitätskampagne ist eine geeignete Maßnahmen, um neuen BewohnerInnen der Seestadt im Zuge der nächsten beiden großen Besiedelungswellen (2019 – bis Mitte 2020 Seepark Quartier und Mitte 2020 – 2021 Quartier um Seebogen) von Anfang an Alternativen zum persönlichen PKW aufzuzeigen und das Verständnis zu fördern den öffentlichen Raum als für den Menschen nutzbare Fläche zu verstehen und auch in Zukunft von ruhenden und fließenden Individualverkehr freizuhalten. Mit der personalisierten Mobilitätsaktion in der Seestadt werden die folgenden Ziele verfolgt: - Vermittlung des Mobilitätskonzepts der Seestadt Aspern. - Aktivieren der neuen BewohnerInnen zu aktiver, gesunder und sicherer Mobilität und Nutzung des öffentlichen Verkehrs. - Förderung der Akzeptanz, Wertschätzung und nachhaltigen Sicherung weiter Teile des öffentlichen Raumes zur Nutzung als verkehrsberuhigte Bereiche für den nicht-motorisierten Verkehr. - Fördern des Community Building zwischen „alten“ und „neuen“ SeestädterInnen und der Integration zwischen alten und neuen Seestadtquartieren.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-07-23 - 2018-11-22

Das grundsätzliche Ziel der verkehrstechnischen Untersuchung – Radfahren gegen die Einbahn – ist eine Verbesserung der Verkehrssicherheit von gegen die vorgeschriebene Fahrtrichtung von Einbahnstraßen auf eigenen Anlagen geführten Radfahrenden. Sicherheitsdefizite treten vorwiegend an Kreuzungen auf, wenn z.B. Kfz-LenkerInnen beim Einbiegen oder Queren die gegen die vorgeschriebene Fahrtrichtung der Einbahnstraße Radfahrenden nicht beachten und dadurch kritische Situationen verursachen. Durch Verkehrsuntersuchungen sind die Ursachen der Sicherheitsdefizite zu analysieren und geeignete Verbesserungsmaßnahmen abzuleiten und vorzuschlagen. Im vorliegenden Fall soll an vier konkret ausgewählten Kreuzungen u.a. der Forschungsfrage nachgegangen werden, inwieweit objektivierbare Indikatoren des Verkehrsablaufs (z.B. Fahrlinien im Querschnitt) oder der menschlichen Informationsaufnahme (z.B. unzweckmäßige / unterlassene Blickzuwendungen) hier eine Rolle spielen bzw. wie das Risiko von Fehleinschätzungen der Situation reduziert werden kann.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-07-01 - 2021-06-30

EcoVeloTour hat zum Ziel, die Entwicklung eines nachhaltigen Tourismus und die Ausweitung des Radverkehrstourismus in der Donau-Eurovelo-Region zu fördern. Dies soll durch verbesserte, bewusste und ökologisch verträgliche Planungen in und die Schaffung von geeigneten Rahmenbedingungen für die Tourismusdestinationen geschehen. Dabei wird auf das reiche Kultur- und Naturerbe der Region aufgebaut und dieses im Sinne von Ökosystemdienstleistungen nutzenstiftend für die Destinationen in Wert gesetzt. Dabei sollen die hohe Ökosystemleistung sowie das kulturelle Erbe der Regionen sichergestellt und erhalten werden, um zum Nutzen aller Interessengruppen beizutragen. Dabei wird stark auf die Schaffung eines nachhaltigen /tourismus-) Mobilitätssystems gesetzt, das vor allem auf das Fahrrad als Verkehrsmittel setzt. Darüber soll eine umfassende Marktforschung im Bereich Ökosystem basierten (Fahrrad-)Tourismus der Donauraumregion helfen, die Potenziale und Wege in der Ökotourismusentwicklung besser einzuschätzen und für sich zu nutzen. Für die beteiligten Regionen werden regionale Ökotourismus-Strategien auf der Grundlage bewährter Verfahren und Good Practices, Konzeptstudien zum Ökotourismus und zur nachhaltigen (Tourismus-) Mobilität ausgearbeitet. Dies erfolgt auf kolaborativer Weise im Wissensaustausch mit lokalen Akteurinnen und Akteuren, Stakeholdern aus der Politik, Expertinnen und Experten aus den Bereichen Ökotourismus und sanfter Mobilität. Rückgrat der Entwicklungen ist sind die EuroVelo Radrouten in der Donauregion. Begleitet werden die Aktivitäten von Lerninteraktionen und Trainingsmaßnahmenauf regionaler und transnationaler Ebene im Sinne des Experten- und des Peer-to-peer-Lernens. Folgende Ergebnisse sind vorgesehen: (i) transnationale Instrumente zur die Ökotourismusplanung sowie sanfte Mobilitätsplanung und -management (d.h. Leitlinien, Handbuch, Vortrags- und E-Learning-Module, mobile App usw.); (ii) regionale Ökotourismus-Strategien entlang der EuroVelos in der Donauregion; (iii) Pilotprojekte von transnationaler Relevanz.

Betreute Hochschulschriften