Forschung


Neueste SCI Publikationen

Neueste Projekte

Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-07-23 - 2018-11-22

Das grundsätzliche Ziel der verkehrstechnischen Untersuchung – Radfahren gegen die Einbahn – ist eine Verbesserung der Verkehrssicherheit von gegen die vorgeschriebene Fahrtrichtung von Einbahnstraßen auf eigenen Anlagen geführten Radfahrenden. Sicherheitsdefizite treten vorwiegend an Kreuzungen auf, wenn z.B. Kfz-LenkerInnen beim Einbiegen oder Queren die gegen die vorgeschriebene Fahrtrichtung der Einbahnstraße Radfahrenden nicht beachten und dadurch kritische Situationen verursachen. Durch Verkehrsuntersuchungen sind die Ursachen der Sicherheitsdefizite zu analysieren und geeignete Verbesserungsmaßnahmen abzuleiten und vorzuschlagen. Im vorliegenden Fall soll an vier konkret ausgewählten Kreuzungen u.a. der Forschungsfrage nachgegangen werden, inwieweit objektivierbare Indikatoren des Verkehrsablaufs (z.B. Fahrlinien im Querschnitt) oder der menschlichen Informationsaufnahme (z.B. unzweckmäßige / unterlassene Blickzuwendungen) hier eine Rolle spielen bzw. wie das Risiko von Fehleinschätzungen der Situation reduziert werden kann.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-05-01 - 2018-09-30

Aufbauend auf den Ergebnissen des vom Institut für Verkehrswesen, BOKU im Auftrag des FGÖ bearbeiteten und Ende 2017 abgeschlossenen Projekts „Models of good practice. Aktive Mobilität in Schule, Betrieb und Gemeinde“ werden in diesem Folgeprojekt ergänzende Recherche zu Maßnahmen, Kampagnen und Interventionen zur Förderung aktiver Mobilität (zu Fuß gehen und Rad fahren, Setting Schule auch Roller) in Schulen, Gemeinden und Betrieben durchgeführt. Die Ergebnisse werden systematisiert, eine kriteriengestützte Auswahl von praxisrelevanten Maßnahmen für alle drei Settings getroffen und in drei Broschüren dokumentiert. Die Ableitung von Erfolgsfaktoren und konkrete Handlungsansätze für die Praxis sind dabei von besonderer Bedeutung.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-05-01 - 2021-04-30

Die ERTRAC-Roadmap 2017 für die Entwicklung von automatisiertem Fahren beschreibt einen Entwicklungspfad für automatisierte urbane Mobilitätssysteme („automatisierte Shuttles“). In einem intermodalen Transportsystem sollen automatisierte Shuttles als bedarfsgesteuerte Zu-/Abbringer zu Mobilitätsknoten eine Schlüsselrolle einnehmen (Anwendungsfall 3 „Neue Flexibilität“ im österreichischen Aktionsplan Automatisiert – Vernetzt – Mobil). Trotz des enormen technischen Fortschritts der letzten Jahre zeigen aktuelle Realerprobungen, dass die derzeit am Markt verfügbaren Shuttles gegenwärtig in die Stufe 2 („Teilautomatisierung“) bzw. 3 („bedingte Automatisierung“) einzustufen sind (nach SAE J3016). Obwohl weltweit immer mehr Testversuche angekündigt bzw. durchgeführt werden, sind bisher wenige Forschungsprojekte bekannt, die eine systematische Weiterentwicklung von automatisierten Shuttles in Richtung höherer Stufen zum Ziel haben. Das Leitprojekt Digibus Austria verfolgt das Ziel, Methoden, Technologien und Modelle zu erforschen und zu erproben, die einen zuverlässigen und verkehrssicheren Betrieb von automatisierten Shuttles auf öffentlichen Straßen im Mischverkehr in einer regionalen Fahrumgebung auf Stufe 3 nachweisen und die Grundlagen für die Erreichung der Stufe 4 („Hochautomatisierung“) schaffen. Folgende Ergebnisse sind zu erwarten: (1) Fahrumgebung und digitale Infrastruktur (Bewertung und Ausstattung der Fahrumgebung, (teil)automatisierte Werkzeugkette zur Ableitung der digitalen Fahrumgebung bzw. Fahrspur, zuverlässige Positionierung- und Kommunikation), (2) Fahrszenarien und Umgebungsinteraktion (regelkonforme und verkehrssichere Bewältigung von Fahrszenarien im Mischverkehr, verkehrssichere Interaktion mit anderen Verkehrsteilnehmern/-innen) sowie (3) automatisiertes Mobilitätssystem und Fahrgastinteraktion im fahrerlosen Betrieb (Einbindung in ein regionales Mobilitätssystem, Sprach- bzw. Video-basierte Fahrgastinteraktion im fahrerlosen Betrieb). Sämtliche Methoden, Technologien und Modelle werden im Projekt auf einer nichtöffentlichen (ÖAMTC Fahrtechnikzentrum Teesdorf oder Salzburg Ring) sowie zwei öffentlichen, regionalen Teststrecken (Salzburg Koppl und Wiener Neustadt) mit 100 Probanden/-innen erprobt und mit bis zu 10.000 Fahrgästen im Rahmen der NÖ Landesausstellung 2019 demonstriert. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für ein österreichisches Referenzmodell für die Realerprobung und den Betrieb von hoch- bzw. vollautomatisierten Fahrzeugen im öffentlichen Personennahverkehr. Als direkte Wirkungen werden 16 Folgeprojekte in Österreich mit einem Volumen von EUR 7.5 Mio., EUR 37 Mio. direktes internationales Marktpotential sowie mehr als 600.000 Fahrgäste in Österreich in den ersten drei Jahren nach Projektende erwartet. Digibus Austria mit einer Laufzeit von 3 Jahren wird unter der Leitung von Salzburg Research von einem hochkarätigen Partnerkonsortium von führenden Unternehmen (Kapsch TrafficCom, ÖBB Holding, PRISMA solutions, Commend, Fluidtime, HERRY Consult, EasyMile) sowie Forschungsinstituten (Virtual Vehicle, Austrian Institute of Technology, Universität Salzburg – Center for Human Computer Interaction, Universität für Bodenkultur Wien – Institut für Verkehrswesen, Factum) entlang der gesamten Wertschöpfungskette des ÖPNVs vom Fahrzeuganbieter bis zum Mobilitätsdienstleister durchgeführt.

Betreute Hochschulschriften