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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-03-01 - 2018-02-28

Im Kontext des Testfelds und Livinglab vienna.transitionBASE (tBASE), eingebettet in eine der größten Smart City-Modellregionen Europas – aspern Seestadt -, wurden seit Herbst 2011 Prototypen für gemeinschaftlichen Low-Tech-Selbstbau sowie nachhaltigkeitsorientierte Grünraum- und Landschaftsplanungsansätze realisiert, mit dem Ziel der Kostenersparnis und Resilienzsteigerung im Bereich Bauen, Wohnen und Subsistenz. Zum Testen auf urbane Anwendbarkeit gilt es insbesondere zu sondieren, ob und in welcher Form gemeinschaftlicher Selbstbau mit klimaneutralen Rohstoffen im urbanen Baukontext realisierbar sein kann und unter welchen Voraussetzungen Subsistenzversorgung durch CSA (Community-Supported Agriculture) in Baugruppenkontexten möglich ist. Innovationsziel des zu sondierenden F&E&I-Projekts ist es, einen gemeinschaftlich selbstorganisierten mehrgeschossigen Selbstbauprototypen von Laien unter Leitung von Experten zu bauen, wobei erstmals Aspekte der Selbstorganisation und Partizipation aus drei bisher unverbundenen Bereichen in Planung und Umsetzung kombiniert werden: 1. Lowtech-Selbstbau, 2. urbane CSA und 3. gemeinschaftliches urbanes Bauen nach dem Modell der Baugruppe. Vorhandene/r Grünbestand sowie Gebäudebegrünungen werden dabei hinsichtlich ihrer Klimawirkungen und ihrem Nutzen für urbane Selbstversorgung einbezogen. Diese Kombination soll Citizen-Empowerment und -Involvierung, Entfaltung von Nachhaltigkeitskompetenzen, CO2-positive Bauweisen und Kostenersparnisse in den Bereichen urbanes Wohnen und Versorgung ermöglichen. Die Sondierung befasst sich mit: 1. der Klärung von Anforderungskriterien für am urbanen Selbstbau und urbaner CSA beteiligter Laien, 2. dem Bestimmen diesbezüglicher Stakeholder und Zielgruppensegmenten, 3. dem Zusammenstellen von zwei Versuchsgruppen für Workshops zur Umsetzung einfacher Bau- und CSA-(Planungs)-Prototypen, 4. der Klärung planerischer, sicherheitsrelevanter und rechtlicher Rahmenbedingung, 5. der Selektion geeigneter Bautechnologien -und Baustoffe sowie 6. solidarischen und komplementären Finanzierungsmodellen. Angestrebte Ergebnisse und Erkenntnisse der Sondierung sind Mapping relevanter Stakeholder und Zielgruppensegmente, sozialwissenschaftliche Methodenselektion & -weiterentwicklung, eines technischen und planerischen Forschungsdesigns und Finanzierungskonzept für ein weiterführendes F&E&I-Projekt sowie die Synthese der Teilergebnisse zu einem Gesamtrealisierungskonzept.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2016-12-15 - 2017-09-30

Gesellschaftliche Trends wie demographische Veränderungen, Urbanisierung und Globalisierung sowie Veränderungen in der Produktion, auf den Märkten und im Konsum stellen die Landwirtschaft vor neue Herausforderungen. Ziel des Projekts ist eine Entwicklungsstrategie insbesondere für kleine und mittlere landwirtschaftliche Betriebe im Burgenland zu erarbeiten. Dazu gehört, eine Versorgung der Bevölkerung mit qualitativ hochwertigen Nahrungsmitteln durch die eigene Produktion - fair, ethisch und ökologisch nachhaltig -, sicherzustellen. Ziel ist auch die Entwicklung von Modellprojekten zur konkreten Umsetzung. Das Projekt umfasst eine Analyse der Potentiale sowie die Ausarbeitung von Vorschlägen für die Entwicklung der burgenländischen Landwirtschaft, sowohl in der Produktion im engeren Sinn, als auch in der Erzeugung landwirtschaftlicher Produkte, in der Vermarktung und dem Vertrieb. Dazu wird ein inter- und transdisziplinärer Prozess mit Workshops zur Einbeziehung burgenländischer Erfahrungen organisiert um gemeinsam die Ausarbeitung von strategischen Vorschlägen zu ermöglichen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2016-09-01 - 2017-08-31

Klimawandel, Schadstoffbelastung und zunehmende soziale Heterogenität setzen die österreichischen Städte wachsenden Belastungen aus. Insbesondere die Anpassung der Infrastruktur verursachen enorme Kosten. Auch wirtschaftliche und soziale Kosten aufgrund immer zahlreicherer Hitzetage, hoher Feinstoffbelastung und sozialen Spannungen nehmen zu. Welche Lösungen gibt es? ‚Biotope City‘ ist ein Leitbild, das diese Zielsetzungen verfolgt. In Wien ist mit der Planung eines Wohnquartiers auf dem CocaCola-Areal (CCA) mit ca. 950 WE ein Projekt gestartet, das erstmals in seinem Masterplan dieses Leitbild der 'Biotope City' zur Grundlage nimmt. Alle Akteure von Planung, Realisierung und (späterer) Nutzung dieses Projekts sind dahin übereingekommen, dieses Leitbild in einem differenzierten, koordinierten Einsatz von Maßnahmen der Begrünung zu realisieren. Diese Zielsetzung gibt dem Projekt einen modellhaften Charakter, dessen Bedeutung weit über Wien hinausreichen kann. Dabei geht es um die Umsetzung eines Bündels von Begrünungsmaßnahmen, die zwar hier und da als einzelne bereits praktiziert worden sind, jedoch nie als Teil eines systematischen und aufeinander abgestimmten Vorgehens: mit innovativen Methoden zur Abschätzung von Effekten und Kosten von Grünbewuchs, integralen, kooperativen Planungsverfahren, Anpassung des Regelsystems von Stadt- und Bauplanung auf 'lebendige' Baukomponenten, neuen Verfahren der Pflege von Begrünung unter Einbezug von BewohnerInnen. Die Sondierung untersucht die Hemmnisse, die sich dem Leitbild 'Biotope City' in den Weg stellen, und arbeitet Vorschläge aus, wie sie strukturell beseitigt werden können. Es wird untersucht, inwieweit Streichungen von Begrünungsmaßnahmen vermieden werden können, auch durch den Einsatz neuer numerischer Berechnungsmethoden zur Abschätzung klimatischer Effekte und Kosten von Begrünung bereits im Entwurfsstadium.

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