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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-01-01 - 2019-06-30

Im Verbandsgebiet des Abwasserverbandes an der Traisen kam es bei Starkregenereignissen in den vergangenen Jahren immer wieder zu Überflutungen im Siedlungsraum. Durch die prognostizierte Zunahme an Starkregenereignissen durch den Klimawandel ist mit einer höheren Wahrscheinlichkeit mit Überflutungen zu rechnen, wenn im Einzugsgebiet keine Gegenmaßnahmen getroffen werden. Gegenstand des Projekts ist die Untersuchung der derzeitigen Situation im Abwasserverband an der Traisen aus Sicht von Siedlungswasserwirtschaft und Raumplanung. Das Ziel des Forschungsprojekts ist die Entwicklung einer Methode zur siedlungswasserwirtschaftlichen Analyse des Adaptierungs- bzw. Entkoppelungspotentials räumlicher Strukturen. Diese baut auf von Ingenieurbüros erhobenen Daten der abflusswirksamen Flächen auf, und erweitert diese um räumliche Daten zu Gebäudetypen, Flächennutzung, Flächenverfügbarkeit und Eigentümerstruktur. Darauf aufbauend erfolgt die Analyse der Anpassungsfähigkeit von Strukturtypen im Hinblick auf unterschiedliche Maßnahmen der Regenwasserbewirtschaftung sowie die Abschätzung der Auswirkungen dieser Maßnahmen. Im Zuge des Projekts wird eine für das gesamte Verbandgebiet übertragbare methodische Vorgangsweise entwickelt. Diese wird, je nach verfügbarer Datenbasis in ausgewählten Teileinzugsgebieten angewandt und getestet. Das Ziel ist es, prioritäre Handlungsfelder zur Verbesserung der Überflutungsproblematik zu identifizieren. In einem Teileinzugsgebiet des Verbandsgebiets wird in Workshops mit politischen Entscheidungsträgern, Stakeholdern und Projektbeteiligten eine integrative räumliche Strategie der Siedlungsentwässerung formuliert und unterschiedliche Entwicklungsszenarien aufgezeigt werden. Abschließend erfolgt eine Vorstellung und Diskussion der Methodik mit allen Mitglieder des Abwasserverbands, um die Übertragbarkeit der Ergebnisse sicher zu stellen. Die Projektbearbeitung erfolgt in Kooperation mit lokalen Ingenieurbüros und Gemeinden, welche die erforderlichen Daten zur Verfügung stellen
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-12-01 - 2019-12-31

Das Steiermärkische Raumordnungsgesetz eröffnet den Gemeinden die Möglichkeit, zur Begründung des örtlichen Entwicklungskonzeptes verschiedene Sachbereichskonzepte zu erarbeiten, beispielsweise Energiekonzepte. Im Rahmen eines Pilotprojektes (von April 2016 bis Juni 2017) wurden die Inhalte dieser „Sachbereichskonzepte Energie“ erarbeitet, bezüglich Methodik und Erkenntnissen präzisiert und in einem Leitfaden dokumentiert. Voraussetzung für den breiten Einsatz des Leitfadens in den Gemeinden ist allerdings ein räumlich und sachlich hoch aufgelöster Datensatz, der die energie- und klimarelevante Ausgangssituation der jeweils betrachteten Gemeinde darlegt. Ziel des Projektes sind daher die Konzeption und der Aufbau einer landesweiten, in das GIS Steiermark zu integrierenden Geo-Datenbank, die sowohl auf Gemeindeebene als auch in einem 250m-Raster nach Nutzungs- und Mobilitätsarten differenzierte Strukturdaten sowie auf deren Basis modellierte Daten zu Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen zur Verfügung stellt („Eröffnungsbilanzen“). Darüber hinaus werden lokal verfügbare Potenziale erneuerbarer Energien aufgezeigt. Die Eröffnungsbilanzen können einen Beitrag zur Versachlichung der Diskussion über Energiewende und Klimaschutz sowie zur Sensibilisierung von Bevölkerung, Wirtschaft, Verwaltung und Politik leisten. Demnach können differenzierte Kenntnisse über Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen in verschiedene energie- und klimarelevante Tätigkeitsfelder der Gemeinden einfließen (Raumplanung, Infrastrukturentwicklung, Erarbeitung von Energiewende- und Klimaschutzstrategien, Erstellung von Mobilitätskonzepten). Im Anschluss an die landesweite Erarbeitung der Eröffnungsbilanzen folgt eine Schulungs-, Beratungs- und Evaluierungsphase. Sie umfasst Veranstaltungen, die in die Erfordernisse der Energieraumplanung und in den Leitfaden einführen, „problemgeleitete Workshops“, in deren Rahmen örtliche Raumplaner in der praktischen Anwendung des Leitfadens und der Eröffnungsbilanzen unterstützt werden, sowie eine abschließende Evaluierung und allenfalls Adaptierung von Leitfaden und Geo-Datenbank. Mit diesem Coaching der örtlichen Raumplaner soll ein Lernprozess eingeleitet werden, der raum-. mobilitäts-, energie- und klimarelevante Agenden umfasst.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-12-01 - 2019-09-30

Der beträchtliche energie- und klimapolitische Handlungsbedarf, der sich angesichts der Verpflichtung zur Erreichung internationaler Klimaschutzziele sowie nationaler Strategien zur Energiewende und zum Klimawandel offenbart, wirft die Frage auf, in welchem Maße Städte und Gemeinden einen Beitrag zur Verringerung von Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen leisten können. Bislang wird die Ableitung von Handlungsstrategien auf kommunaler Ebene zugunsten einer verstärkten Berücksichtigung energie- und klimapolitischer Prämissen jedoch dadurch erschwert, dass ein Überblick über die Ausgangssituation im Hinblick auf Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen einer Gemeinde fehlt. Das Ziel von EnCO2Web ist die Entwicklung einer geobasierten Datenbank auf kommunaler Ebene, die energierelevante Strukturdaten sowie den alle Nutzungs- und Mobilitätsarten umfassenden Gesamtenergieverbrauch und das gesamte Aufkommen an Treibhausgasemissionen aller österreichischen Städte und Gemeinden nachvollziehbar und in der erforderlichen Differenzierung darstellt. Die Visualisierung der im Rahmen von EnCO2Web generierten Datenbank zielt darauf ab, die Informationen den Entscheidungsträgern verschiedener Disziplinen in Verwaltung und Politik ebenso wie einer breiten (Fach)Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen und damit eine Referenz für die fundierte Beurteilung von Entwicklungs-strategien hinsichtlich ihrer Energie-, Mobilitäts- und Klimarelevanz zu schaffen. Das methodische Vorgehen von EnCO2Web ist durch die gleichrangige Betrachtung aller Nutzungen (Wohnnutzung, Land- und Forstwirtschaft, Industrie und Gewerbe, Dienstleistungen) gekennzeichnet. Dabei erfolgt eine konsequente Differenzierung des Energieverbrauches nach Verwendungszwecken und Energieträgern. Bemerkenswert ist, dass die Gesamtschau über alle Gemeinden sicherstellt, dass sich der gesamte Energieverbrauch jedes Bundeslandes in den Energiebilanzen der betreffenden Gemeinden wiederfindet. Hervorzuheben ist darüber hinaus die gemeindespezifische Erfassung des mobilitätsbedingten Energieverbrauches und der daraus resultierenden Treibhausgasemissionen, um den besonderen, mobilitätsrelevanten Rahmenbedingungen der einzelnen Städte und Gemeinden gerecht zu werden. Hauptaugenmerk von EnCO2Web liegt auf der Modellierung des alltäglichen Personenverkehrs, wobei die Gemeinde als Wohnort, als Arbeits- und Ausbildungsort sowie als Standort kundenorientierter Dienstleistungen aufgefasst wird. Das Ergebnis von EnCO2Web ist eine umfangreiche, öffentlich zugängliche Geodatenbank, die differenzierte Aussagen zum Energieverbrauch und zu den Treibhausgasemissionen auf kommunaler Ebene trifft. Die Visualisierung der Datenbank (einschließlich der Erarbeitung interaktiver Webservices) soll die breite Anwendbarkeit der Erkenntnisse gewährleisten und dem Erfordernis gerecht werden, komplexe, raumrelevante Sachverhalte anwenderfreundlich und interaktiv zu vermitteln. Die mit EnCO2Web generierte Wissensbasis kann künftig zur vermehrten Integration der Themen „Energiewende und Klimawandel“ in die öffentliche Diskussion beitragen und in verschiedene energie- und klimarelevante Tätigkeitsfelder der Gemeinden einfließen, etwa in die Erarbeitung von Klimaschutzstrategien, in die Erstellung von Energie- und Mobilitätskonzepten sowie in die Raumplanung und Infrastrukturentwicklung.

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