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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-09-01 - 2020-08-31

Das städtische Wachstum und die zunehmende Verdichtung in städtischen Räumen setzen urbane grüne Infrastruktur unter Druck und führen zu ihrem Verlust. Die Veränderungen des Weltklimas verstärken den sogenannten urbanen Hitzeinseleffekt (UHI) und bewirken zahlreiche negative Folgen für BewohnerInnen. Zahlreiche Studien haben nachgewiesen, dass urbane grüne (und blaue) Infrastruktur einen entscheidenden Beitrag zur Reduktion dieser Hitzebelastung leisten kann. Das Projekt verfolgt vier zentrale Ziele: (1) Ein „Proof of Concept“ eines Regelkreises und Tool-Sets zur Steuerung, Optimierung und Evaluierung einer grünen und klimasensiblen Stadt(teil)planung bestehend aus dem Grün- und Freiflächenfaktor (GFF) als städtebauliche Maßzahl und Instrument zur Steuerung und Planung grüner Infrastruktur, dem GREENpass als Optimierungsinstrument für die mikroklimatischen Wirkungen grüner Infrastruktur auf Parzellen- und Quartiersebene, dem MUKLIMO_3 Stadtklimamodell als Evaluierungsinstrument für die mesoklimatische Wirkung auf Stadtebene sowie Cosmo-CLM als regionales Klimasimulationsmodell; (2) Sichtbarmachung, Bewertung und Abstimmung der klimatischen Wirkungen und soziokulturellen Ökosystemdienstleistungen unterschiedlicher urbaner grüner Infrastruktur im GFF und verschiedenen Klimamodellen und -simulationen; (3) Entwicklung eines Verfahrens zur Harmonisierung der Instrumente und Modelle sowie Klärung der Schnittstellen der Klimamodelle und Aufzeigen der Möglichkeiten für die Planung; (4) Testen und evaluieren des Tool-Sets anhand von zwei Case Studies zur Analyse der unterschiedlichen Einsatzbereiche des Tool-Sets für eine grüne und klimasensible Stadt(teil)planung.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-09-01 - 2017-12-31

Mit Aktiver Mobilität werden alle körperlichen Fortbewegungsarten von A nach B bezeichnet. Dazu gehören vor allem Zufußgehen und Radfahren, aber auch Aktivitäten wie Laufen, Micro-Scooter-Fahren oder Skateboarden. Aktive Mobilität stellt eine gesundheitsfördernde wie klimaschonende Aktivität dar, die in den letzten Jahren in verschiedenen Bereichen wie Gesundheit, Umwelt und Klimaschutz oder Verkehr, Mobilität und Planung immer größere Aufmerksamkeit erfährt. In Österreich drückt sich dies in Form aktueller Policy-Dokumente wie z.B. dem Masterplan Radfahren, dem Masterplan Gehen, dem Nationaler Aktionsplan Bewegung oder den Rahmen-Gesundheitszielen aus. Diesen Dokumenten aus unterschiedlichen Bereichen ist gemeinsam, dass sie verhaltens- und insbesondere verhältnisorientierte Faktoren in Betracht ziehen (vgl. sozialökologisches Modell der Determinanten von Gesundheit, 'Health-in-All-Policies'). Dass Aktive Mobilität eine sektorenübergreifende Zusammenarbeit erfordert, wird zunehmend erkannt. Derzeit operieren die verschiedenen Bereiche mit unterschiedlichen Begrifflichkeiten wie z.B. Sanfte Mobilität, Walkability oder Umweltverbund der Verkehrsmittel und verfolgen spezifische wie sektorenübergreifende Ziele, die noch nicht systematisch in Hinblick auf mögliche Synergien untersucht wurden (,Capacity Building'). Das Bearbeitungsteam besteht aus Institut für Landschaftsplanung (ILAP), BOKU Wien, Zentrum für Sportwissenschaft und Universitätssport, Bereich Bewegungs- und Sportpädagogik (ISW), Universität Wien, sowie dem VCÖ, Verkehrsclub Österreich, in beratender Funktion. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit bietet mit seinem Wissen und Know-How einen komplementären Zugang für eine sektorenübergreifenden Sprache und zur Identifizierung von intersektoralen Anknüpfungspunkte und Schnittstellen zum Thema Aktive Mobilität. Ziele des Projekts sind: (1) Fachspezifische Begriffe und Policy-Dokumente zum Thema Aktive Moblilität zu analysieren, (2) Mit StakeholderInnen aus unterschiedlichen Sektoren und Netzwerken im Hinblick auf das Thema eine gemeinsame Sprache zu finden und Anknüpfungspunkte abzustimmen. (3) Die Inhalte und Ergebnisse in einem Bericht (‚Argumentarium‘) zusammenzuführen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-07-01 - 2018-04-30

Klimaveränderungen beeinflussen die Häufigkeit, Intensität und Saisonalität von extremen Wetterereignissen wodurch sich neue Herausforderungen für die Bewältigung von Naturgefahren ergeben. Die Dokumentation von Extremwetterereignissen erfolgt in Österreich durch mehrere Institutionen wie beispielsweise durch die Wildbach- und Lawinenverbauung oder die Geologische Bundesanstalt auf unterschiedliche Art und Weise. Dabei hat sich gezeigt, dass vor allem die systematische Erfassung und die gezielte Verarbeitung der Information einen wichtigen Beitrag zur Naturgefahren Prävention leisten kann. Die bei Ereignisdokumentationen erhobenen Daten umfassen primär physische und wirtschaftliche Schäden. Allerdings werden die Folgen von Katastrophen neben diesen Faktoren auch maßgeblich von sozialen Aspekten beeinflusst, jedoch in Ereignisdokumentationen oft nicht beachtet. Das Ziel des Projektes ist daher die Erstellung eines Leitfadens für die Schadensdokumentation in Österreich, die sowohl physische als auch soziale Aspekte kombiniert. Dadurch sollen in weiterer Folge Indikatoren zur Stärkung der Resilienz der gefährdeten Bevölkerung und Infrastruktur identifiziert werden. Eine systematische Dokumentenanalyse und Aufbereitung aktueller Methoden und Ansätze zur Dokumentation im Alpinen Raum (Österreich, Schweiz, Italien, Deutschland) liefert die Grundlage für die Erstellung eines Leitfadens, dessen Praxisrelevanz und Umsetzungsmöglichkeit durch ExpertInneninterviews relevanter Stakeholder im Bereich der Schadens- und Ereignisdokumentation sowie durch einen ExpertInnenworkshop sichergestellt wird.

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