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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-07-02 - 2021-01-01

Errichtungskosten und Erhaltungsaufwände als wichtigste Hemmfaktoren für die großflächige Begrünung von Stadtquartieren könnten durch lokale Selbstversorgung entscheidend gemindert werden. In diesem Kontext ermitteln wir anhand der Seestadt Aspern, welchen Beitrag verdichtete urbane Nahrungsmittelproduktion zu einem klimaneutralen, resilienten Stadtteil leistet bzw. leisten kann und wie dieser Beitrag nachhaltig stabilisiert bzw. optimiert werden kann. Wir evaluieren vor Ort praktizierte Formen der urbanen Selbstversorgung, ergänzen sie durch einen Abgleich mit internationalen Best Practice Beispielen und Experteneinschätzungen sowie Beteiligung von Akteur*innen durch weitere Systembausteine welche sodann auf lokalen Potenziale projiziert werden. Essbare (See)Stadt setzt räumliche und technische Potenziale für Begrünungsmaßnahmen und urbane Nahrungsproduktion mit dem sozialen Kapital in Relation, um zu zeigen, welche Voraussetzungen und Anreize „Betreiber*innen“ eines essbaren Stadtteils brauchen. Wir zeigen auf, wie die Seestadt und andere Quartiere kostenschonend und ressourceneffizient zu einem ‘Sustainable District’ transformiert werden können, indem vorhandene Infrastruktur, klimaschonende Stadtentwicklung, lokale Resilienz, Bürger*innen-Einbindung und -Bildung, Vernetzung und Nahversorgung sowie langfristige ökonomische Effizienz synergetisch zusammenwirken.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-09-01 - 2021-02-28

Städte sind mit einer immer rascheren Veränderung ihrer Bevölkerung, deren Bedürfnisse und den damit verbundenen Anforderungen an die Stadt konfrontiert. Soziale Veränderungsprozesse und die globale Tendenz zur Urbanisierung, sowie der aktuelle Migrationsdruck auf europäische Städte stellen diese zunehmend vor große Herausforderungen, auf die Veränderungsprozesse in der Stadtplanung zu reagieren. Genderaspekte werden zwar in einigen Städten als wichtig erachtet, bleiben jedoch in der Planungspraxis aufgrund der zahlreichen anderen Themen und des zeitlichen und finanziellen Aufwands in der Raumforschung oft unberücksichtigt. Das Projekt entwickelt dafür Lösungsansätze. Viele Themen wie demografischer Wandel, Verdichtung, Versorgung mit (grüner) Infrastruktur benöti-gen eine intensive und differenzierte Auseinandersetzung mit den Anforderungen der unter-schiedlichen Gruppen sowie der Ableitung von Maßnahmen für eine gendergerechte Stadtpla-nung. Dabei wird im Projekt berücksichtigt, dass das Geschlecht immer mit anderen Merkmalen (z.B. Alter, Herkunft, Bildung und Beruf, Religion etc.) überlagert wird (Intersektionalität). Daher wird im Projekt ein erweiterter Gender-Begriff (Gender+) verwendet. Traditionelle planerische Instrumente wie örtliche Entwicklungskonzepte haben aufgrund ihrer langen Überarbeitungszeit-räume Schwierigkeiten mit den raschen Veränderungen umzugehen und die Ziele und Maß-nahmen abzustimmen. Digitale Planungs-Tools zur Analyse der sozialräumlichen Strukturen und zur Simulation von Maßnahmen und deren Effekte werden zunehmend in der Analyse und Planung eingesetzt. Diesen Instrumenten fehlt derzeit meist eine Integration von geschlechts- und gruppenspezifischen Aspekten. In “SmartThroughGender+” sollen genau diese Gender+ Aspekte in ein Tool-Set zur Unterstützung der Stadtplanung integriert werden. Übergeordnetes Ziel des Projekts ist ein Proof of Concept dieses Tool-Sets bestehend aus (quantitativen) digita-len Analyse- und Simulations-Tools sowie (qualitativen) Instrumenten aus der Stadt- und Land-schaftsplanung unter Berücksichtigung Gender+-spezifischer Anforderungen. Anhand einer Fallstudie in der Stadt Linz wird geprüft, wie und ob mit den üblicherweise vorhandenen und verfügbaren Daten, Indikatoren und Merkmale entwickelt werden können, die ein (teilstandardi-siertes) ,rapid assessment‘ sozialer und räumlicher Strukturen unter Berücksichtigung des Gender+ Ansatzes ermöglichen. Damit sollen Anforderungen und Handlungsräume identifiziert werden. Zur Validierung, Prüfung und Präzisierung der quantitativen Ergebnisse auf Gesamt-stadt- und Stadtteilebene eine qualitative Analyse nachgeschaltet, in der partizipativ die Aussa-gen geprüft und Maßnahmenvorschläge ausgearbeitet werden (Kombination Bottom-up und Top-down). Erwartetes Ergebnis des Projekts ist ein ‚Proof of Concept‘ für ein Tool-Set mit einer ‚Rapid-Assessment-Tool-Box‘ zur sozialen und räumlichen Analyse, sowie der Simulation von Maßnahmen und Effekte auf unterschiedliche Bevölkerungsgruppen und unterschiedlichen räumlichen Auflösungen. Ergänzt wird das Tool (Tool-Set) auf Gegesamtstadtebene durch Tools zur vertiefenden Analyse auf Stadtteilebene für die Entwicklung zielgerichteter Maßnahmen unter Berücksichtigung geschlechts-, alters- und gruppenspezifischer Anforderungen. Das “SmartThroughGender+ Tool-Set” unterstützt insbesondere kleinere und mittlere Städte in der Umsetzung einer Gender+ gerechten Stadtplanung.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-04-01 - 2018-12-31

Die zunehmende städtische Verdichtung sowie die Veränderungen durch den Klimawandel stellen die Stadtplanung und die Architektur bzw. Landschaftsarchitektur und -planung vor neue Herausforderungen. Erklärtes Ziel der Stadt Wien ist die Steigerung der Lebensqualität im bebauten Stadtgebiet durch integrierte Maßnahmenbündel, darunter ist auch die Begrü-nung von z. B. Dächern und Gebäuden subsummiert (Klimaschutzprogramm der Stadt Wien). Insbesondere auch der „Urban Heat Island – Strategieplan Wien“ sieht in der Erhöhung des Grünanteils in der Stadt eine zentrale Strategie zum Umgang mit den oben skizzierten Herausforderungen. Naturbasierte Lösungen wie Fassaden- und Dachbegrünungen leisten sowohl im Bestand als auch in der Neuanlage einen Beitrag insbesondere für das Wohlbefinden der BewohnerInnen und zur Reduktion der Hitzebelastung, unterstützen die Luftreinigung, steigern die Biodiversität und die Aufenthaltsqualität in der Stadt und zeigen nicht zuletzt stadtgestalterische Wirkung. Ziel der Grundlagenstudie sind Erhebungen zur Umsetzbarkeit von Fassaden- und Dachbegrünungen im geförderten Wohnbau. Dazu gehört: (1) das Erfassen und analysieren von Guten-Praxis-Beispielen, (2) das Erfassen der Erfolgsfaktoren und Hemmnisse in der Planung und Umsetzung sowie (3) das Ableiten von (Handlungs-)Empfehlungen für die EntscheidungsträgerInnen in der (Wohnbau-)Politik.

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